Das Fachmagazin für institutionelle Investoren

Geben Sie Ihren Benutzernamen und Ihr Passwort ein, um sich an der Website anzumelden:

Institutioneller will Volatilitätsprämien vereinnahmen!

Ad

Ein Großanleger tätigt über das Mandate-Tool eine Ausschreibung betreffend Vereinnahmung der Volatilitätsrisikoprämie. Mehr Informationen zum Mandat erhalten nur registrierte User. Mehr erfahren >>

Anzeige
| Vermischtes
twitterlinkedInXING

IM Investmentforum: Langfristige Investments in einer kurzlebigen Welt

Die fünfte Auflage des IM Investmentforums stand im Zeichen von Infrastruktur-Investments. Die beiden Fondshäuser Columbia Threadneedle und Franklin Templeton stellten ihre Ansätze zu dem Thema dar, die zwar in der Struktur, nicht aber in der Umsetzung sehr ähnlich sind.

highres_luxundlumen__mg_7146.jpg
Zum bereits fünften Mal lud Institutional Money zum Wiener Investmentforum in der Innenstadt, um institutionellen Investoren Strategien zu top-aktuellen Themen näherzubringen. Dieses Mal zu einer Asset-Klasse, die aufgrund der von Regierungen hinterlassenen Finanzierungslücken besonders für langfristig orientierte Investoren Chancen bietet: Die Welt der Infrastrukturinvestments. 
© Marlene Fröhlich / Institutional Money

Um unsere heutige Welt zu beschreiben, kommen einem viele verschiedene Begriffe in den Sinn, sodass es sinnvoller erscheint, sich eines Akronyms zu bedienen. Im Hinblick auf die ständigen und dynamischen Veränderungen ist somit die passende Abkürzung VUKA entstanden: Volatilität, Unsicherheit, Komplexität, Ambiguität.

Ist die Infrastruktur von heute auch jene von morgen?
Dass wir in einer solchen VUKA-Welt leben, dürfte wohl auch Grund für die vorsichtige Herangehensweise vieler Institutioneller gegenüber Infrastruktur-Investments sein. Hierbei handelt es sich nämlich um kein Kurzfrist-Investment, sondern um ein längerfristiges  Commitment, vielleicht sogar eines, das über das eigene Karriereende hinausgeht. Doch kann das, was man heute an Infrastruktur erschafft, auch noch in 20, 30 oder sogar 40 Jahren wie geplant verwendet werden? Wie viel Adaption ist dafür nötig? Welche Chancen und Herausforderungen bietet dieses potenziell lukrative Investmentuniversum? Antworten auf diese Fragen lieferten die Experten auf dem 5. Wiener Investmentforum zwar mit zwei verschiedenen Ansätzen, in einem Punkt waren Sie sich jedoch einig.

Welche Großanleger vor Ort waren, können Sie einer eigenen Fotogalerie entnehmen.

Disruption muss kein Feind sein
Die Idee, dass man etwas kauft und es zehn bis 15 Jahre unverändert belassen kann, ist für Heiko Schupp, Global Head of Infrastructure bei Coumbia Threadneedle, aufgrund des raschen technologischen Fortschritts nur schwer vorstellbar. Dieses Phänomen sieht er in fast allen Bereichen der Infrastruktur – von der Energie bis hin zur Telekommunikation. Aus diesem Grund sieht er die derzeit am weitesten verbreitete Herangehensweise – ungefähr 97 bis 98 Prozent der privaten Infrastrukturinvestments sind geschlossene Fonds im Private-Equity-Stil, deren Investitionsperiode bei circa drei bis vier Jahren liegt – nicht als die beste Lösung. Der Schlüssel, um mit diesen Disruptionen umzugehen, liegt Schupps Ansicht nach in einer offenen Fonds-Struktur. So kann man sich durch die Zufuhr von neuem Kapital an die gegebenen Veränderungen innerhalb einer Branche anpassen und diese sogar als Chance zur Effizienzsteigerung nutzen. 

Infrastruktur mit sozialer Rendite
Auch Raymond Jacobs, Managing Director bei Franklin Real Asset Advisors, zählt mit 20 Jahren Erfahrung im Bereich Infrastruktur bei Franklin Templeton zu den Experten auf diesem Gebiet. Zwar verfolgt er einen etwas anderen Ansatz, ist aber ebenfalls vom Nutzen offener Strategien im Bereich Infrastruktur überzeugt.  Anders als sein Kollege liegt bei ihm der Fokus allerdings nicht auf dem gesamten Infrastrukturuniversum, sondern speziell auf sozialer Infrastruktur. Durch den Mangel an hochwertiger sozialer Infrastruktur in Europa ergeben sich für ihn und sein Team interessante Investmentmöglichkeiten. Vereinfacht gesagt, verfolgt er die Strategie, Immobilien aus den Bereichen Gesundheits- und Bildungswesen sowie Soziales Wohnen zu akquirieren und diese mit langen Laufzeiten zurückzuleasen. Da es sich hier um sozial bedeutsame Einrichtungen für die Bevölkerung handelt, ist der Staat beim Verkauf solcher Assets besonders penibel. Laut Jacobs ist „das schwerste an der ganzen Sache, überhaupt an den Verhandlungstisch zu kommen.“ Da das Ziel von Jacobs und seinem Team darin liegt, die Immobilien ökologischer auszurichten und effizienter zu nutzen, entsteht durch die zusätzliche Soziale-Rendite eine Win-Win Situation für Investoren und Verkäufer, die in den meisten Fällen für einen guten Platz am Verhandlungstisch sorgt.

Die illustrative Zusammenfassung des Events findet sich in unserer Fotostrecke oben.
Für einen detaillierten Bericht zum Event und den wichtigsten dort getätigten Aussagen müssen Sie sich noch ein wenig gedulden – den entsprechenden Beitrag finden Sie in der kommenden Print-Ausgabe Nr. 3/2019, die Ende September dieses Jahres erscheint. (kb/aem)


Terminhinweis: Das nächste IM Investmentforum findet am 5. November 2019 in Wien statt

twitterlinkedInXING

News

 Schliessen

Mit der Nutzung dieser Website stimmen Sie der Verwendung von Cookies und unserer Datenschutzerklärung zu. Mehr erfahren