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Ifo-Chef Fuest: Deutsche Unternehmen fürchten sich vor Linksruck

Eine rot-grün-rote Regierung nach der Bundestagswahl wäre das Ergebnis, was deutsche Unternehmen am meisten fürchten. Davon ist Ifo-Präsident Clemens Fuest überzeugt, sagte er Bloomberg-TV in einem Interview.

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Ifo-Chef Clemens Fuest
© FONDS professioniell

Eine Koalition aus SPD, Grünen und Linken könnte internationale Verunsicherung über die deutsche Außenpolitik auslösen, die Steuerlast erhöhen und zu einer interventionistischen Klimapolitik führen, sagte Fuest in dem Interview am Freitag. 

Der Ifo-Geschäftsklimaindikator markierte heute ein 5-Monats-Tief, belastet von hartnäckigen Lieferengpässen, die die Produktion im verarbeitenden Gewerbe in Deutschland zurückhielten.

“Ein Thema ist wichtig, und zwar ob wir eine linke Mehrheit haben, also eine Mehrheit von Sozialdemokraten, Grünen und der extremen Linken. Das würde wahrscheinlich zu einer Linkskoalition führen, und in diesem Fall würde es eine deutliche Linksverschiebung geben, was der Wirtschaft Sorge bereitet. Wenn es keine solche Mehrheit gibt, dann könnte es zwar dauern mit der Regierungsbildung, aber egal welche Regierung dabei herauskommt, wenn es eine moderate Regierung ist, dann wird es keine große Volatilität in der Wirtschaftspolitik geben, das heißt das Ergebnis spielt gar nicht so eine große Rolle. Der wirkliche Unterschied besteht zwischen einer Linkskoalition einschließlich der extremen Linken und dem Rest”, so Ifo-Präsident Clemens Fuest.  

Weder die SPD noch die Grünen schließen eine Partnerschaft mit der Linken bisher explizit aus. Laut einer Analyse von Bloomberg Economics würde ein Linksbündnis zu höheren Steuereinnahmen führen, da alle planen, die Abgaben für einkommensstarke Haushalte und große Vermögen zu erhöhen. Zugleich würden wohl auch die Ausgaben deutlich steigen - und die Schuldenbremse wäre wohl Geschichte.

Die Einführung einer Vermögenssteuer würde “Investitionen in Deutschland erheblich belasten und zu Kapitalabflüssen führen”, so Fuest. “Es ist nicht klar, dass sie kommen würde, aber es gibt Bedenken hinsichtlich der Steuerbelastung.” (kb)

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