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I-CV: Marktkräfte melden sich zurück mit Chancen, Risiken am Bondmarkt

Der zehnte Swiss Bond Congress des unabhängigen Kreditresearch-Unternehmens Independent Credit View (I-CV) fand in Zürich am 21. September mit zahlreiche Vorträgen, Workshops und eine Podiumsdiskussion zum Thema Immobilien statt.

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René Hermann, Autor der Studie und Leiter Research bei I-CV
© I-CV

Als Keynote-Sprecher fungierte Prof. Dr. Reiner Eichenberger von der Universität Freiburg,  einer der einflussreichsten Schweizer Ökonomen.  

Zinserhöhungen zum Schutz vor Hyperinflation nötig
Prof. Dr. Reiner Eichenberger beleuchtete Risiken in Wirtschaft und Politik mit Blick auf die Schweiz und Europa. Er lieferte ein Potpourri aus plakativen Beispielen. Dazu zählten die wichtigen Themen Altersvorsorge, Verschuldung, Energiekrise und Klimapolitik.

Besteuerung realer und damit nicht nomineller Kapitalerträge angeregt
In unterhaltsamer Manier zeigte er auf, in welchen Zwängen die Politik steckt und erläuterte Lösungsvorschläge. Unter anderem führte er zum Thema Inflation aus, dass mutige Zinsschritte erforderlich sind, um eine Katastrophe wie die Hyperinflation abzuwenden. Gleichzeitig gab er zu verstehen, dass die wahren Probleme mit der Inflation im Steuersystem liegen und es sinnvoll wäre, reale und nicht nominelle Kapitaleinkünfte zu besteuern.

Weitere Programmpunkte
Aus Asset Manager-Sicht referierte Maria Stäheli vom Co-Veranstalter Fisch Asset  Management über Investment Grade Credit im Licht historischer Drawdowns. Und in den Workshops wurden vielfältige Themengebiete von I-CV abgedeckt. Darunter beispielsweise ein marktnaher und praxisorientierter Ansatz zur Berücksichtigung von ESG-Aspekten im Anlageprozess (ESG-Radar) sowie Chancen und Risiken bei Privatplatzierungen von Schuldnern im Einflussbereich der öffentlichen Hand.

Podiumsdiskussion stand ganz im Zeichen der Immobilienmärkte
„Quo vadis? Wird der Effekt steigender Zinsen unterschätzt?“ Prof. Dr. Reiner Eichenberger, Prof. Dr. Donato Scognamiglio, René Zahnd und Marc Meili von I-CV diskutierten das Thema ausgiebig. Das geflügelte Wort „Lage, Lage, Lage“ bleibt angesichts der laufenden Zinswende von Bedeutung. Insbesondere, wenn es zu Verwerfungen im Immobilienmarkt kommen sollte, zahlten sich gute Lagen aus. Die höheren Zinsen seien nicht besorgniserregend, da es sich prinzipiell um eine Normalisierung des Zinsniveaus handele. Aber natürlich sah das Gremium mit den steigenden Zinsen und den Entwicklungen bei Energieversorgung sowie Inflation die Immobilienmärkte vor herausfordernden Zeiten. Generell erscheint der Schweizer Immobilienmarkt robuster als zum Beispiel der Deutsche. Weiter wurde auf politische Risiken hingewiesen, die zu einer Angebotsreduktion führen könnten. Dies würde gegen Preisrückgänge sprechen. Allerdings haben nach den Aktien- und Anleihenkursrückgängen Immobilien nicht korrigiert. Doch ein Crash im Immobiliensektor ist aus Sicht des Gremiums nicht zu erwarten. 

Auszüge der aktuellen I-CV Länderstudie vorgestellt
Den Swiss Bond Congress nutzte I-CV auch dieses Jahr wieder, um Auszüge aus der aktuellen Länderstudie zu veröffentlichen. Denn die Bonitäts-Einschätzungen der Staaten gehören mit zu den wichtigsten Parametern, die Bondinvestoren bei ihren Anlageentscheidungen einfließen lassen sollten. René Hermann, Autor der Studie und Leiter Research bei I-CV, referierte diesbezüglich: „Die Nebenwirkungen der lockeren Geldpolitik treten nun zu Tage und wir beobachten bei den Notenbanken eine hektische Rückkehr zur Normalität. Positiv ausgedrückt: die Marktkräfte erwachen zum Leben. Wir sehen einen erhöhten Druck auf die Länderbonitäten, da eine zehnjährige Tiefzinsphase verstrichen ist, ohne dass viele Staaten die notwendigen Weichenstellungen vorgenommen haben. Das Versagen der Politik wird sich nun rächen und die Bonitäten in Kombination mit der hohen Inflation und der sich anbahnenden Energiekrise destabilisieren.“

I-CV rät zu umsichtiger Emittentenwahl
Außerdem sollte man das überwiegend stabile Bild bei den Ratingagenturen mit Skepsis betrachten. „Energieintensive Volkswirtschaften mit hoher industrieller Wertschöpfung, dazu zählen Staaten in West- und Zentraleuropa, sind besonders exponiert. Empfehlenswert sind dagegen aus unserer Sicht Länder mit hoher Fiskaldisziplin und unabhängiger Geldpolitik. Namentlich wären dies beispielsweise Schweden, Norwegen oder Tschechien“, so Hermann.

Fazit
Das abschließende Resümee von Fischer lautet: „Die abwechslungsreichen Referate und Diskussionen hielten, was sie versprochen haben. Die Teilnehmer treten mit vielen wertvollen Informationen die Heimreise an. Und vor allem mit gestärktem Hintergrundwissen, das zu optimierten Investitionsentscheidungen beitragen sollte." (kb) 

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