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HSBC-ESG-Manager moniert Klimawandel-Panikmache und wird suspendiert

Der HSBC-Top-Manager Stuart Kirk wagte es, Kritik an der ausufernden Klimahysterie zu üben und Warner vor einem Weltuntergang als "Spinner" zu bezeichnen. Das führte zu seiner Abberufung.

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© Marco2811 / stock.adobe.com

Die britisch-asiatische Großbank HSBC Holdings Plc hat einen Manager suspendiert, nachdem er die Finanzindustrie kritisiert hatte, sich zu sehr um den Klimawandel zu sorgen. Darüber informiert Bloomberg News unter Verweis auf einen Bericht der Financial Times.

Kirk übte (berechtigte) Kritik an den Apologeten eines Weltuntergangs
Der Leiter der Abteilung für verantwortungsbewusstes Investieren in der Vermögensverwaltungssparte der Bank hatte sich über “Übertreibungen” in Bezug auf die Umwelt beschwert. Stuart Kirk beklagte sich, dass er immer wieder mit “irgendwelchen Spinnern zu tun hatte, die mir vom Ende der Welt erzählten”, schreibt Bloomberg.

Kirk wurde unterdessen suspendiert, wie die FT am Sonntag unter Berufung auf informierte Kreise berichtete. Eine interne Untersuchung läuft. 

“Der Klimawandel ist kein finanzielles Risiko, über das wir uns Sorgen machen müssen”, sagte Stuart Kirk am Donnerstag in einem 15-minütigen Vortrag auf einer Konferenz der Financial Times. “Es gibt immer irgendwelche Spinner, die mir vom Ende der Welt erzählen.”

Kirk, der bei HSBC Asset Management für die Integration von ESG-Risiken und -Chancen über alle Anlageklassen hinweg verantwortlich ist, nahm auch den ehemaligen Gouverneur der Bank of England, Mark Carney, und andere Entscheidungsträger ins Visier, weil sie die Risiken des Klimawandels hochgespielt hätten.

“Ich verstehe vollkommen, dass Sie am Ende Ihrer Zentralbankkarriere noch viele, viele Jahre zu überbrücken haben”, sagte er. “Man muss etwas sagen, man muss um die Welt zu Konferenzen fliegen, man muss den anderen überbieten. Aber ich habe das Gefühl, dass es ein wenig aus dem Ruder läuft.”

Banken vernachlässigten dringendere Probleme, um sich mit Klimarisiken zu befassen, sagte Kirk.

Derzeit bestehen noch dringendere Probleme als der Klimawandel
“Ich arbeite bei einer Bank, die von Krypto angegriffen wird, wir haben Regulierungsbehörden in den USA, die versuchen, uns zu stoppen, wir haben das China-Problem, wir haben eine drohende Immobilienkrise, wir haben steigende Zinsen, wir haben eine kommende Inflation, und mir wird gesagt, ich solle mich immer wieder mit etwas beschäftigen, das erst in 20 oder 30 Jahren passieren wird”, sagte er. “Die Verhältnismäßigkeit ist völlig aus den Fugen geraten.”

Die Menschheit sollte sich darauf konzentrieren, sich an eine im Wandel befindliche Umwelt anzupassen, sagte Kirk und verwies auf das Beispiel von Miami: “Wen kümmert es schon, wenn Miami in 100 Jahren sechs Meter unter dem Meeresspiegel liegt, Amsterdam ist schon seit Ewigkeiten sechs Meter unter dem Meeresspiegel, und das ist ein wirklich schöner Ort. Wir werden damit klarkommen.”

HSBC fokussiert sich weiterhin auf den Kampf gegen den Klimawandel
Nicolas Moreau, Chief Executive Officer der Vermögensverwaltungssparte von HSBC, gab eine Erklärung ab, in der er Kirks Rede zurückwies. Die Äußerungen “spiegeln in keiner Weise die Ansichten von HSBC Asset Management oder der HSBC-Gruppe wider”, sagte er.

“HSBC betrachtet den Klimawandel als eine der ernsthaftesten Bedrohungen, mit denen unser Planet konfrontiert ist, und setzt sich dafür ein, ihre Kunden beim Übergang zu einer nachhaltigen Zukunft zu unterstützen, und engagiert sich, wie HSBC Asset Management, dafür, bis 2050 netto null zu erreichen.”

Celine Herweijer, Group Chief Sustainability Officer der Bank, sagte am Rande eines ESG-Gipfels in London, der vom saudi-arabischen Future Investment Initiative Institute veranstaltet wurde, dass Kirks Kommentare “absolut nicht die Meinung des Unternehmens” seien.

“Es handelt sich um die Äußerungen einer Einzelperson, die in keiner Weise mit den Ansichten des Unternehmens übereinstimmen”, sagte sie gegenüber Bloomberg. “Der Klimawandel ist für HSBC ein Top-Thema, und der Übergang zu Netto-Null-Emissionen hat oberste Priorität. Wir sind uns dieser Verpflichtung sehr bewusst, sie ist ein zentraler Pfeiler der HSBC-Strategie. Wir befinden uns in einer Klimakrise. Es muss schnell und dringend gehandelt werden.”

Warnungen vor einer Apokalypse sind immer falsch
Kirk arbeitet seit Anfang 2020 bei der HSBC und übernahm seine derzeitige Funktion im Juli 2021, wie die HSBC zu diesem Zeitpunkt mitteilte. Zuvor war er in der Vermögensverwaltung der Deutschen Bank AG tätig.

In seiner Präsentation wies er darauf hin, dass Regulierungsbehörden, Politiker und hochrangige Finanzfachleute die Risiken hochspielten, während die Märkte die Gefahr anscheinend gelassen hinnähmen. “Je öfter die Klimakatastrophe erwähnt wird, desto höher und höher steigen die Risikoanlagen”, sagte er. Seine erste Folie trug den Titel: “Unbegründete, schrille, parteiische, eigennützige, apokalyptische Warnungen sind IMMER falsch”. (aa)


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