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HQ Trust: Performen Aktien mit absolut niedrigen Preisen besser?

Ein Fondsmanager von HQ Trust hat untersucht, ob Aktien mit niedrigen Kursen besser oder schlechter laufen als Aktien mit hohen Kursen. Das Ergebnis hängt zwar vom jeweiligen Marktumfeld ab, die Quintessenz könnte aber doch bei vielen Anlegern für einen Erkenntnisgewinn sorgen.

Sven Lehmann, Fondsmanager bei HQ Trust,
Sven Lehmann, HQ Trust
© HQ Trust

Investoren, die zum Kauf von optisch günstigen Aktien gemessen am absoluten Kurs, oder gar zu Erwerb von "Lottery Stocks" neigen, erhalten von HQ Trust Unterstützung in Form einer Untersuchung.

Nicht der Preis, die Bewertung sollte zählen
Eigentlich sollte der Kurs beim Kauf einer Aktie keine entscheidende Rolle spielen, erinnert Sven Lehmann, Fondsmanager bei HQ Trust. Der Preis zeigt zwar an, wie viel man für eine Aktie bezahlen muss, aber dadurch weiß der Investor noch nicht, was eine Aktie wert ist. Und er weiß auch nicht, welchen Anteil er am Unternehmen hält: Denn das hängt davon ab, wie viele Aktien es insgesamt gibt. Aber spielt der Preis wirklich keine Rolle?

Um dies zu überprüfen, untersuchte Lehmann, Aktien aus den USA, Großbritannien, Japan sowie der Eurozone. Dazu analysierte er die Titel des DS World Index, die aus diesen Ländern stammen und in der jeweiligen Währung notieren.

Für jede Region teilte Lehmann die Aktien monatlich – je nach Höhe ihres Kurses – in zehn gleich große Dezile ein. Anschließend verglich er den Ertrag des Mittelwerts des jeweiligen Dezils im kommenden Monat mit dem Mittelwert aller Aktien verglichen. Startpunkt seiner Analyse war Dezember 1980.

"Billig" kaufen zahlt sich meisten aus
Lehmann kommt zum Ergebnis, dass das Phänomen, dass Aktien mit einem absolut niedrigen Preis besser performen, im Mittel über die vergangenen 40 Jahre und in unterschiedlichen Regionen existiert. „Trotz zum Teil erheblicher Abweichungen vom Mittel gilt die Aussage, dass eine Aktie im Schnitt umso besser läuft, je niedriger ihr Kurs ist," kommenterit Lehmann.

Im Mittel laufen die optisch günstigsten Aktien aus dem zehnten Dezil in allen Regionen am besten – die optisch teuersten Aktien aus Dezil eins haben sich dagegen am schlechtesten entwickelt.“

Für alle Marktphasen gilt das aber aus Investorensicht leider nicht immer: Den Mehrertrag liefern Aktien mit niedrigem Preis meist, wenn der Markt stark steigt. „Hoch notierte Aktien liefern ihre Outperformance dagegen eher bei Markteinbrüchen", hält Lehmann abschließend fest. (aa)

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