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Hotelbranche sucht und findet Auswege aus der Krise

Harris A. Trifon, Portfoliomanager bei Western Asset Management, bewertet die aktuelle Lage in der Hotellerie und wagt einen Ausblick in die Zukunft. Für Häuser, die heute die richtigen Maßnahmen ergreifen, könnte schon in zwei bis drei Jahren wieder Normalität einkehren.

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© Kadmy / stock.adobe.com

Für institutionelle Investoren, die vielfach über ihre Fonds auch Exposure in Hotelimmobilien haben, sind die Herausforderungen für den Hotelsektor schwer zu quantifizieren. Harris A. Trifon, Portfoliomanager bei Western Asset Management, ist seinerseits zuversichtlich, dass Investoren mit Hotels langfristig wieder attraktive Renditen erzielen können. „Wir waren bereits während der vergangenen beiden Jahre vorsichtig und haben nur in einige wenige Hotel-Liegenschaften investiert“, so Trifon. „Obwohl die Zukunft von Unsicherheit geprägt ist, gibt es durch die ökonomische Erholung, den öffentlichen Stimulus sowie Veränderungen in der Hotelbranche Hoffnung.“

Hoffen auf bessere Zeiten
Zwar liegt die Branche aktuell am Boden, was sich an den im Vergleich zu 2019 halbierten Umsätzen je Hotelzimmer in den USA festmachen lässt, doch ist die jüngste Erholung der Wirtschaft ein positives Signal. „Bis die Umsätze je Hotelzimmer wieder auf dem Niveau von 2019 angelangt sind, könnte es allerdings noch drei bis fünf Jahre dauern“, so Trifon und verweist darauf, dass auch die Verkäufe bestehender Hotelprojekte im Zuge der Pandemie zum Erliegen gekommen sind. „Wir gehen davon aus, dass diese Flaute noch mindestens ein Quartal anhält. Dann könnten auch aus der Not heraus größere Volumina auf den Markt kommen“, sagt Trifon.

Optimierte Abläufe
Ursächlich für diese Entwicklung könnten die von der Pandemie erzwungenen Veränderungen in den Hotels sein. „Social Distancing und alle seine Begleiterscheinungen haben Hotels innerhalb kürzester Zeit umgesetzt. Langfristig geht es darum, auch andere Abläufe im Hotel zu optimieren. Neben dem kontaktlosen Einchecken könnten Hotels dazu gezwungen sein, Zimmer zu renovieren, um den gewachsenen Anforderungen an Hygiene Rechnung zu tragen. Dies könnte sich für manche ohnehin von der Krise getroffenen Hotels als große Bürde erweisen“, sagt Trifon. „Langfristig werden sich solche Investitionen aber auszahlen und zu größerer Auslastung führen“, glaubt der Portfoliomanager.

Marktbereinigung
Während Gruppen- oder Geschäftsreisen in den vergangenen Monaten als Einnahmequelle der Hotels fast vollständig weggebrochen sind, erwartet Trifon bereits in den nächsten zwei bis drei Jahren eine Normalisierung der Nachfrage in diesem Bereich. Gleichzeitig könnte das Angebot an Hotels in einigen Regionen, wie etwa New York oder Las Vegas, schwinden. „Dort haben wir in den vergangenen Jahren eine große Bauaktivität gesehen. Diese Überversorgung könnte zu einer Konsolidierung führen. Es ist nicht auszuschließen, dass Hotels auf übersättigten Märkten zu Wohnimmobilien rückgebaut werden“, so Trifon. „Reduziert sich das Angebot auf diese Weise, kann das schon mittelfristig eine Stabilisierung des Hotelsektors begünstigen“, schlussfolgert der Portfoliomanager. (aa)

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