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"Höhle der Löwen"-Juror Thelen startet Aktienfonds

Ein Team um den prominenten Start-up-Investor Frank Thelen hat einen eigenen Aktienfonds initiiert. Der aus der TV-Sendung "Höhle der Löwen" bekannte Risikokapitalgeber hat zurzeit allerdings noch eine ganz andere Baustelle.

Frank Thelen
Freigeist-Capital-Gründer Frank Thelen im Gespräch mit Hans Heuser, Chefredakteur von Institutional Money 
© Christoph Hemmerich / FONDS professionell

Den Venture-Capital-Gedanken und das Performancepotenzial von Technologiewerten einem breiteren Anlegerkreis zugänglich zu machen, das ist das Ziel des von einem Expertenteam um Start-up-Investor Frank Thelen gestarteten Aktienfonds "10xDNA - Disruptive Innovation". Damit orientiert sich der Investmentansatz des neuen Fonds an der Anlagephilosophie, die Thelen mit der von ihm gegründeten Gesellschaft Freigeist Capital schon seit Jahren verfolgt. Im Unterschied zu klassischen Strategien sollen dabei anstelle der herkömmlichen Value-Investing-Kriterien Bewertungsaspekte wie das Innovationspotenzial, die Technologie, das Management und die langfristige Vision eines Unternehmens in die Bewertung einfließen.

Zum Research- und Beratungsteam der neu gegründeten 10xDNA Capital Partners unter der Geschäftsführung des früheren McKinsey-Partners Jens Giersberg gehören neben Thelen eine Reihe von Investmentprofis mit ausgewiesener Expertise in Technologiebereichen wie Biotechnologie, Physik oder Chemie, aber auch Analysten mit langjähriger Kenntnis des Kapitalmarkts. Man wolle dabei auf die Bewertung und Beurteilung disruptiver Technologie-Titel mit exponentiellen Wachstumschancen fokussieren.

Die zweite Welle bei Technologieaktien
"Unsere Welt wird sich in den nächsten zehn Jahren durch Technologien wie künstliche Intelligenz, 3D-Druck und Roboter stärker verändern als in den vergangenen 100 Jahren", ist Thelen überzeugt. Eine erste Welle an Technologien, darunter Mikrochips, das Internet, die Cloud und Smartphones, habe neben der Digitalisierung Internet-Giganten wie Google, Apple oder Facebook, Amazon und Microsoft hervorgebracht. Auf Basis der Digitalisierung stehe nun eine zweite Welle an Technologien in den Startlöchern, die weitere Marktverschiebungen und zahlreiche neue Tech-Giganten mit sich bringen wird.

In der Anlagestrategie seines neuen Vehikels gelte es, diese Unternehmen frühzeitig zu identifizieren und die Auswirkungen von künstlicher Intelligenz, 3D-Druck und 5G, aber auch synthetischer Biologie, Blockchain und Co. auf bestehende und neue Märkte zu berücksichtigen, so Thelen. Das biete Investoren eine Reihe von Opportunitäten, die der Fonds, der sowohl in Deutschland als auch in Österreich zum Vertrieb zugelassen ist, für seine Anleger nutzbar machen wolle.

Zu den Startpositionen des "10xDNA - Disruptive Innovation" gehören neben einem Wert wie Palantir, einer auf die Analyse großer Datenmengen spezialisierte US-Gesellschaft, und dem Biotech-Unternehmen Fate Therapeutics, denen Thelen ein enormes Wachstum zutraut, auch Aktien wie Tesla und Tencent sowie Kryptowerte wie Bitcoin und Ether. Auch der Aktie eines Unternehmens wie der chinesischen Alibaba räumt Thelen ein besonderes Aufwärtspotenzial ein. Und zu seinen Kaufkandidaten gehören Firmen wie Shopify, Zoom und Square, die ihm derzeit aber noch zu teuer erscheinen.

Thelen steht im Netz in der Kritik
Für Thelen zur Unzeit kommt angesichts des Auflegungszeitpunkts seines Fonds seine in den sozialen Medien wieder aufgetauchte Äußerung in einem Podcast mit dem in Deutschland lebenden norwegischen Philosophen, Autor und Unternehmer Anders Indset vom Oktober 2019. Darin hatten die beiden Gesprächspartner über die Möglichkeit der Zwangssterilisierung von afrikanischen Frauen und Männern zur Geburtenkontrolle gesprochen. Nun sieht sich Thelen dem Vorwurf des Rassismus ausgesetzt.

In einer persönlichen Stellungnahme auf seinem Twitter-Account betont er, seine damaligen Aussagen seien, offenbar mit voller Absicht, verkürzt dargestellt worden, um bewusst einen falschen Eindruck zu erwecken, und erklärt, er habe sowohl vor als auch nach dem Podcast, immer betont, dass er eine Sterilisierung auf keinen Fall für eine gute Idee halte. Er distanziere sich zudem eindeutig und scharf von jeder Art von Rassismus. (hh)

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