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Hochzinsanleihenmarkt schwächelt, J.P. Morgan verlässt Konsortium

Der High Yield Markt zeigt erste Schwächesignale. J.P. Morgan ist kürzlich aus dem laufenden Verkaufsprozess für eine Anleihe des Autoteileherstellers Adler Pelzer Holding GmbH ausgestiegen, nachdem es nicht gelang, ausreichend Nachfrage zu einem bestimmten Preis zu generieren.

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© pincasso / stock.adobe.com

J.P.Morgan war ursprünglich zusammen mit BNP Paribas beauftragt gewesen, den 75-Millionen-Euro-Bond etwa ab dem 10. Mai zu vermarkten. Als der Deal zwei Wochen später am Dienstag bepreist wurde, tauchte der Name der US-Bank nicht mehr auf, nur BNP wurde als Bookrunner benannt, weiß Bloomberg zu berichten.

Die ungewöhnliche Entscheidung zeigt, dass Anleger trotz des verbreiteten Hungers nach Rendite nicht bereit sind, jeden Preis zu zahlen. Es dauerte Wochen, Schwung in die relativ kleine und illiquide Aufstockung zu Adlers bestehender Anleihe von 350 Millionen Euro zu bringen - die jüngste Welle von Hochrisikoanleihen hatte offenbar potentielle Investoren überfordert. J.P. Morgan versucht im Verkaufsprozess, den Bond zu einem Geldkurs zwischen 94 und 95 zu platzieren, konnte jedoch laut einer der Personen keine ausreichende Nachfrage erzielen. BNP Paribas platzierte die Transaktion schließlich zu 92,5 Prozent des Nennwertes, was einer Rendite von rund siebe Prozent entspricht.

Renditen am europäischen High Yield Markt im langfristigen Abwärtstrend

Nach dem die Renditen bei europäischen Hochzinsanleihen schon länger fallen, könnte es im Mai zum ersten Verlustmonat seit September kommen, zeigen Bloomberg Barclays-Indizes. Anzeichen für nachlassenden Appetit sind auch in den jüngsten Daten zu den Zuflüssen in die Assetklasse erkennbar: Danch zogen europäische Investoren in der vergangenen Woche 189 Millionen Dollar aus Ramschanleihen-Fonds ab, nach einem Abfluss von 126 Millionen Dollar in der Vorwoche. (kb)/(aa)

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