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High Yield: Zeit für Angst - und nicht für Gier - scheint gekommen!

Der größte europäische Hochzinsanleihenfonds schraubt das Risiko nach unten, da am Horizont nun höhere Zinsen lauern. "Das ist die Zeit für Angst und nicht für Gier", sagte Sandro Näf, CEO von Capital Four, in einem Bloomberg-Interview in Kopenhagen. Man wolle eine gute Absicherung nach unten.

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Sandro Näf, Manager des größten europäischen High Yield Bond Fonds
© Capital Four

Europäische Hochzinsanleihen verzeichneten einen Boom, als Investoren angesichts der rekordniedrigen Zinsen auf Renditejagd gingen. Der Bloomberg Barclays Pan-European High Yield Index ist in den letzten fünf Jahren um 44 Prozent geklettert. Die in Kopenhagen ansässige Capital Four Management, die Sandro Näf mitgegründet hat,  verwaltet den 4,4 Milliarden Euro schweren Nordea 1 European High Yield Bond Fund, den größten seiner Art, wie Bloomberg-Daten zeigen.

Nicht-Zykliker und vorrangig besicherte Anleihen sollen Stabilität bringen

Da der Konjunkturzyklus reifer wird, mit den Plänen der Federal Reserve für Zinserhöhungen, beugt der Fonds einem Rückgang der Anleihekurse vor, indem er sich auf nicht-zyklische Gesellschaften stützt, wie etwa Royal Bank of Scotland, Ardagh Packaging Finance, Matterhorn Telecom und WEPA Hygienprodukte. Der Fonds ist übergewichtet in vorrangig besicherten Hochzinsanleihen. "Sie haben höhere Wiedereinbringungsquoten", sagte Näf. "Wenn es schlecht ausgeht, ist man besser geschützt." 

Verkürzung der Duration gegen Ende des aktuellen Zyklus

Der Fonds hat in den vergangenen drei Jahren bis Ende Juli einen durchschnittlichen Ertrag von 6,1 Prozent pro Jahr erzielt, verglichen mit einem Benchmark-Ertrag von 5,3 Prozent. Naef sichert diese Erträge, indem er die Duration "relativ gering" hält, mit einer durchschnittlichen Laufzeit von 7,8 Jahren. Das werde das Potenzial minimieren, im nächsten Abschwung auf dem falschen Fuß erwischt zu werden, sagte Näf. "Wir sehen wirklich langfristige Engagements sehr kritisch", so Näf. "Ein 10-jähriges Engagement ist sehr lang. Wenn man so lange dabei bleibt, will man dafür auch gut bezahlt werden. Gegen Ende des Zyklus sollte man erstärkt kurzfristige Engagements haben." (kb)

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