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Hedgefonds sind zunehmend im Bitcoin-Bereich aktiv

Während die Bitcoin-Hausse im Jahr 2017 größtenteils von Privatinvestoren geprägt war, schien der kräftige Kursanstieg von 2020 von einem breiteren Spektrum von Investoren getrieben zu sein, darunter auch institutionellen Investoren, weiß Lyxor Asset Management zu berichten.

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© MOZCO Mat Szymański / stock.adobe.com

Neben Privatinvestoren bleiben Family Offices und vermögende Investoren weiterhin dominante Investoren und Ursprung neuer Bitcoin-Wallets und IP-Adressen. Der Bitcoin profitierte von günstigen Bedingungen und wurde zunehmend zur Absicherung gegen fallende Realrenditen und massive Anleihenkäufe im Rahmen  quantitativer Lockerungsprogramme der Zentralbanken genutzt, von denen befürchtet wird, dass sie letztlich zu Abwertungen der Weltwährungen führen und die Inflation anheizen. Außerdem bietet er eine Alternative zu den rückläufigen Dividendenrenditen von Aktien. Es überrasche nicht, so Lyxor Asset Management weiter, dass die Korrelation des Bitcoins zu Gold und zur Inflation und bis zu einem gewissen Grad auch zu Aktien mittlerweile recht stabil sei.

Long-Only war gestern: Breiterer Instrumentekasten kommt Hedgefonds gerade recht
Hedgefonds sind aufgrund spezieller Investmentinstrumente oder durch die Aufnahme des Bitcoin in ihre Portfolios zu bedeutsamen Bitcoin-Akteuren geworden. Obgleich noch in seinen Kinderschuhen, gewinnt der Markt weiterhin an Tiefe, sowohl hinsichtlich der Art von Investoren als auch der Produktpalette. Anfänglich konzentrierten sich Manager vorwiegend auf echte Long-Positionen in Krypto-Assets, einschliesslich Bitcoin, Ethereum und Ripple. Ein breiteres Spektrum von an digitale Assets gekoppelten Investmentprodukten macht Managern inzwischen die Implementierung von flexibleren und anspruchsvolleren Strategien möglich. Manager können nun an Kryptowährungen gebundene Swaps, Futures und Optionen nutzen. Zudem können sie den Fokus auf Erträge legen, die mittels der zugrunde liegenden Technologie erwirtschaftet werden. Darüber hinaus können sie in Wertpapiere von Unternehmen investieren, die in Krypto-Assets und ihre Infrastrukturen involviert sind. Allerdings sind die meisten dieser Papiere nach wie vor nur über Venture-Capital- und Private-Equity-Strategien zugänglich. Zu den Anlagestilen der Hedgefonds gehören auch diskretionäre und quantitative Ansätze.

Schrumpfendes Alpha-Potential zu erwarten
Da der Markt an Tiefe gewinnt, neue erfahrene Investoren anzieht und einen immer besseren Informationsfluss aufweist, dürfte das Alpha-Potential in den kommenden Monaten und Jahren geringer werden. Dennoch bleibt der Markt höchst ineffizient, und eine erhebliche Kursstreuung bei digitalen Vermögenswerten bietet Raum für Arbitrage.

Mehrere wesentliche Risiken gewährleisten eine anhaltend hohe Volatilität
Eine strengere Regulierung bleibt ein strukturelles Risiko. Anfänglich konzentrierte sich die Regulierung hauptsächlich auf die Verhinderung von Betrug und Täuschung, doch nach und nach wird eine größere Vielfalt von Verstößen und Risiken berücksichtigt. Ein weiteres unübersehbares Risiko ist das Spekulationsrisiko, das durch Leverage und systematischen Handel verschärft wird. Ferner sind Investoren ohne Schutz, da eine zentrale Instanz fehlt, die in Krisenzeiten einschreitet. Risiken entstehen auch aufgrund der Komplexität von Krypto-Technologien und dem stark zunehmenden Angebot an digitalen Assets, auch wenn dieser Markt mit einem Volumen von knapp einer Billion US-Dollar von zwei Anbietern dominiert bleibt.

Jüngster Höhenflug von zwanzigprozentigem Einbruch unterbrochen
Die Bewertungsindikatoren leuchten fortwährend rot auf, insbesondere bei den Makro- und Relative-Value-Modellen von Lyxor Asset Management. Eine Normalisierung der Momentum-Kräfte könnte ebenfalls weiter für Verkaufsdruck sorgen. Dennoch haben sich die Liquiditätskennzahlen bislang nicht übermäßig verschlechtert. Lyxors Erwartungen zufolge wird der letzte kalte Schauer die Begeisterung institutioneller Investoren auf kurze Sicht bremsen und ihnen Zeit verschaffen, damit sie sich auf einen späteren dritten Run vorbereiten können. Unterstützt werden sie durch Instrumente, die für institutionelle Investoren besser geeignet sind, einschließlich Initiativen von Zentralbanken und Geschäftsbanken zum Angebot eines widerstandsfähigeren Exposures in digitalen Assets. (kb)

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