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Hedgefonds darf Millionen aus Fehlüberweisung behalten

Nach einer versehentlichen Überweisung in Höhe von knapp 900 Millionen US-Dollar sieht die Citigroup eine halbe Milliarde Dollar davon nicht wieder. Ein Hedgefonds und weitere Gläubiger eines Kosmetikherstellers haben einen Rechtsstreit um Teile des Geldes gewonnen.

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© orcea david / stock.adobe.com

Die Citigroup hat nach einem angeblichen Fehler bei einer Überweisung keinen Anspruch auf die Erstattung von 501 Millionen US-Dollar. Das entschied ein Gericht in New York. Die Zahlungen vom August 2020, unter anderem an den Hedgefonds Brigade Capital Management, waren korrekt und sind endgültig. Das berichten verschiedene Medien, darunter "Spiegel Online". 

Die US-Großbank hatte im vergangenen Sommer als Kreditverwalter von Revlon, einem US-amerikanischen Produzenten von Kosmetika, in Summe 893 Millionen Dollar an Gläubiger des Unternehmens zurückgezahlt. Allerdings wäre der Kredit erst 2023 fällig gewesen, die Citigroup wollte vergangenes Jahr nur die damals fälligen Zinsen in Höhe von 7,8 Millionen Dollar überweisen.

Hedgefonds wollte 176 Millionen US-Dollar behalten
Der Finanzdienstleister hatte, als die Panne öffentlich wurde, von einem menschlichen Versagen gesprochen und das Geld zurückgefordert. Einige Gläubiger stimmten zu, zehn weigerten sich aber. Darunter war Brigade Capital Management, das statt 1,5 Millionen knapp 176 Millionen US-Dollar erhalten hatte – und daher vor Gericht zog.

Dieses entschied nun laut "Spiegel Online", dass die Kreditgeber das Recht haben, die Zahlungen zu behalten. Es wäre irrational gewesen zu glauben, dass eines der fortschrittlichsten Finanzinstitute der Welt einen solch kapitalen Fehler mache, so das Magazin unter Berufung auf Angaben des Gerichts. Die Kreditgeber waren nach Meinung des Richters berechtigt gewesen zu glauben, dass die Zahlungen beabsichtigt waren. Die Citigroup dagegen erklärte, die Kreditgeber hätten wissen müssen, dass es sich um ein Versehen handelte.

Bank geht in Berufung
Die Citigroup will das Urteil laut "Spiegel Online" nicht hinnehmen und beabsichtige, Berufung einzulegen. "Wir glauben, dass uns das Geld zusteht und werden weiter eine komplette Rückerstattung verfolgen", zitiert das Magazin eine Sprecherin der Bank. (jb)

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