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Gute Nachrichten von der Konjunkturfront: Stimmung bessert sich!

Zum Jahresstart zeigen die von sentix erhobenen Konjunkturindizes zum dritten Mal in Folge einen Anstieg. Sowohl Lage-, als auch Erwartungswerte steigen. Das gilt sowohl für die Eurozone, als auch für Deutschland. Die Krise im Iran scheint derzeit keine Auswirkungen zu haben.

Manfred Hübner, sentix
Manfred Hübner, sentix
© sentix

Für die Bullen unter den Akteuren am Aktienmarkt hat sentix Anfang dieser Woche gute Nachrichten veröffentlicht. Die neuesten der Anfang Januar 2020 unter 932 Anlegern, darunter 241 institutionelle Investoren erhobenen Daten zeigen, dass die konjunkturelle Beurteilung der Wirtschaft eine weitere Verbesserung bringt, das Rezessionsgespenst scheint vertrieben. Die Unruhen rund um den Konflikt zwischen den USA und Iran, die zum Wochenschluss die Nachrichten prägten, wurden entweder von den Anlegern ignoriert oder werden als nicht entscheidend für die Konjunktur angesehen. „Damit setzt der „first mover“ die dritte Überraschung in Folge“, erklärt sentix-Geschäftsführer Manfred Hübner, mit Verweis auf nachfolgende Grafik:

Der Gesamtindex für die Konjunktur in Euroland steigt erneut deutlich auf +7,6 Punkte. Dies ist der beste Wert seit November 2018 Die Lagebeurteilung der Investoren steigt um 6,5 Punkte auf +5,5 Zähler. Damit scheint laut sentix eine Rezession in Euroland zunächst vom Tisch. Zumal sich auch die Erwartungen ebenfalls zum dritten Mal in Folge auf den besten Wert seit Februar 2018 (+9,8 Punkte) verbessern. „Diese Entwicklung ist in doppelter Hinsicht bemerkenswert. Zum einen gehen die Anleger erneut gegenüber den „harten“ Daten in Vorleistung. Vor allem das verarbeitende Gewerbe zeigt noch keine überzeugenden Anzeichen für einen Aufschwung, allenfalls Zeichen einer Stabilisierung“, erklärt Hübner.

Konstruktives Umfeld für Aktien
Zum anderen tauchen mit den neuesten Ereignissen in der Golfregion erneut Risiken für die Weltwirtschaft auf. Diese werden laut sentix von den Anlegern aber ignoriert bzw. für nicht entscheidend erachtet. Wichtiger scheint der Dynamikgewinn in den anderen Weltregionen, vor allem in Asien, sowie die leichte Entspannung im Handelsstreit USA-China zu sein.

„Damit bleibt das Umfeld für die Aktienmärkte konstruktiv, denn ein konjunktureller Aufschwung bietet traditionell für Aktien ein positives Umfeld. Umgekehrt verdüstert sich das Bild für die Rentenmärkte, wenngleich noch immer aus Sicht der von sentix befragten Investoren die expansive Notenbankpolitik stärkere Zinsauftriebstendenzen unterdrückt“, kommentiert Hübner

Stimmung in Deutschland verbessert sich
Auch für Deutschland misst sentix Verbesserungen in den sentix Konjunkturindizes. Wie in Euroland steigen Lage- und Erwartungswerte zum dritten Mal in Folge. Doch im Gegensatz zu der konjunkturellen Phase 2015 – 2018 wird Deutschland derzeit ohne eigenes Zutun von den anderen Regionen mitgezogen. Nach wie vor mangelt es der deutschen Politik an Problembewusstsein, der eigenen Wirtschaft positive Impulse zu vermitteln.

USA: Kriegt Trump die Kurve?
Die erreichte erste Teileinigung im Handelsstreit zwischen den USA und China ist eine positive Nachricht für die US-Konjunktur. Diese bleibt weiter relativ robust, wie man an den Lagewerten von +31 Punkten ablesen kann. Ein Blick auf die Erwartungswerte, die nur bei +1,8 Punkten liegen, zeigt jedoch, dass die US-Konjunktur einen Teil ihrer Aufwärtsdynamik in den letzten Monaten eingebüßt hat. „Für Präsident Trump sollte dies eine Mahnung sein, dass er sich im Wahljahr nicht viel an Belastungen erlauben kann, ohne „seinen“ Aufschwung zu riskieren“, erklärt Hübner.

Asien ex Japan: Die Hoffnungs-Region
Für die Weltwirtschaft ruhen die Hoffnungen weiter auf der Region Asien ex Japan. Die Teileinigung im Handelsstreit wird von den Anlegern mit kräftigen Aufschlägen in den Konjunkturindizes quittiert. Mit einem Gesamtindex von +18,4 führt die Region die Liste der Weltregionen wieder deutlich an. Mit Blick auf andere marktpreisbasierte Frühindikatoren wird deutlich, dass die Anleger hier deutlich in Vorleistung gehen. In der Vergangenheit lagen diese laut Hübner damit schon oft richtig – „first mover advantage“. (aa)

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