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Grüne Start-ups: Leitfaden zur Nachhaltigkeitsbewertung publiziert

Im Rahmen des von der Nationalen Klimaschutzinitiative des Umwelt-Bundesministeriums geförderten Projekts GreenUpInvest haben das Forum Nachhaltige Geldanlagen e.V. und das Borderstep Institut für Innovation und Nachhaltigkeit den Leitfaden zur Nachhaltigkeitsbewertung von Start-ups aufgelegt.

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© weerapat1003 / Fotolia

Der Leitfaden unterstützt als innovatives und neuartiges Praxistool eine transparente und objektive Nachhaltigkeitsbewertung. Der Nutzer hat dabei die Möglichkeit, mit Hilfe eines integrierten Bepunktungsansatzes einen sogenannten Sustainability Score zu ermitteln. Die Nachhaltigkeitsbewertung wird dabei anhand folgender Kriterien und mehreren Unterkriterien geprüft:

• Kriterium 1: Unternehmenskontext (Ausschluss-, Risiko- und Positivkriterien)
• Kriterium 2: Gründerteam (Nachhaltigkeitsorientierung und Nachhaltigkeitserfahrung)
• Kriterium 3: Unternehmenskonzept (Nachhaltigkeitskonzept und Stakeholdermanagement und Transparenz)
• Kriterium 4: Produkte und Dienstleistungen (Lösungsbeitrag zu Nachhaltigkeitsherausforderungen und Wirkungsmanagement)

Start-Ups könne sich selbst mit dem Tool bewerten

„Die Nachhaltigkeit und Wirkung des eigenen Geschäftsmodells kompetent einzuschätzen und gegenüber Investoren professionell zu kommunizieren, birgt für Start-ups große Chancen“, Constanze Trautwein, Researcherin Borderstep Institut für Innovation und Nachhaltigkeit, „der Leitfaden unterstützt diesen Prozess auf ganzheitliche Weise durch sein innovatives Bewertungskonzept und schließt damit eine wichtige Lücke in der Bewertungspraxis“. Investoren bietet der Leitfaden eine wichtige Orientierungs- und Entscheidungshilfe, um passende nachhaltige Start-ups als potenzielle Anlageobjekte zu identifizieren. Auch für Gründungsförderer ist der Leitfaden ein nützliches Instrument, z.B. wenn es um die Auswahl nachhaltiger Start-ups für Förderprogramme oder um eine objektive Dialoggrundlage für anknüpfende Trainings- und Mentoringformate geht.

Finanzierungsbedingungen für grüne Start-ups in Deutschland sollen besser werden

Das Vorhaben fokussiert dabei auf jene Start-ups, die signifikant zum Klimaschutz beitragen und die mit Finanzierungsschwierigkeiten zu kämpfen haben. Mit den erarbeiteten Tools soll die Anzahl und Leistungsfähigkeit grüner Start-ups erhöht werden, damit diese ihren Beitrag zum Klimaschutz durch eine erfolgreiche Markteinführung und Verbreitung klimafreundlicher Produkte und Dienstleitungen realisieren können. Der Leitfaden zur Nachhaltigkeitsbewertung stellt hierbei ein Kernstück dar. Über diese Wirkungskette möchte das Vorhaben zur Erreichung der Klimaschutzziele der Bundesregierung beitragen. „Die Förderung von grünen Start-ups und deren Finanzierung sind ein wichtiger Baustein zu einer weiteren Transformation der Wirtschaft hin zu einer Green Economy“, Claudia Tober, Geschäftsführerin FNG, „für Investoren wird hiermit ein Tool, dass Richtungssicherheit bietet, im Markt verankert“. (kb)

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