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Grenke: Prüfungen stützen Vorwürfe bislang nicht; Aktie steigt

Der Aktienkurs legte zu, nachdem Grenke mitgeteilt hatte, dass Prüfungen bislang keine ernsthaften Mängel beim Geschäftsmodell oder der Akquisitionsstrategie ergeben hätten. Grenke hatte Audits in Auftrag gegeben, nachdem Leerverkäufer Fraser Perring im September Anschuldigungen erhoben hatte.

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Unternehmensgründer Wolfgang Grenke kann wieder lachen.
© Archiv

Auf Basis des derzeitigen Stands der Prüfungen hätten KPMG und Warth & Klein Grant Thornton bisher keine wesentlichen Auffälligkeiten festgestellt, und die Übernahmen von Franchisefirmen, die im Mittelpunkt der Vorwürfe stehen, könnten als positiv bewertet werden, teilte das Unternehmen am Dienstag mit.

Aktien- und Bondkursen gefiel´s
Der Kurs von Grenke legte nach Veröffentlichung um bis zu zwölf Prozent zu und machte die Aktie zum besten Performer im MDAX. Die Aktie liegt aber immer noch etwa ein Drittel unter dem Niveau, das sie vor Bekanntwerden der Vorwürfe von Perring hatte. Die im Jahr 2023 fälligen Anleihen des Unternehmens im Volumen von 300 Millionen Euro stiegen um etwa 3 Cents je Euro auf 84 Cent, den höchsten Wert seit dem 23. September, wie von Bloomberg zusammengestellte Daten zeigen.

Perring lässt aber nicht locker
Perrings Firma Viceroy Research hatte Grenke vergangenen Monat vorgeworfen, Akquisitionen von Franchisefirmen zu nutzen, um zu verschleiern, dass ein Großteil der ausgewiesenen liquiden Mittel nicht existiere. Das Unternehmen wies die Anschuldigungen zurück. In einem am Dienstag veröffentlichten Bericht bekräftigte Perring seine Vorwürfe und erklärte, das Unternehmen weiche Fragen zu den Eigentumsverhältnissen beim Franchisepartner CTP aus. Grenke hat die Vorwürfe zurückgewiesen. “Natürlich werden wir alles genauestens prüfen und uns dann dazu äußern”, erklärte Sprecher Stefan Wichmann zum jüngsten Bericht. “Im übrigen handelt es sich wiederholt auch um Behauptungen, die bereits Bestandteil der längst eingeleiteten Prüfungen sind.“

Keine Bomben entdeckt
Bei einer Überprüfung der Geschäftsorganisation von Grenke habe KPMG keine „wesentlichen Auffälligkeiten“ festgestellt, und die Anzahl der Rechtsfälle sei auf einem „niedrigen Niveau“, erklärte das Unternehmen. Warth & Klein Grant Thornton prüft die Akquisitionen von Franchisefirmen durch Grenke und nimmt zunächst vier Transaktionen unter die Lupe, die den Großteil der gezahlten Kaufpreise ausmachen. Die Ergebnisbeiträge lägen im Rahmen der Erwartungen, hieß es.

Grenke arbeite “an einem Zukunftsbild, das vor allem den gestiegenen Erwartungen an Governance und Transparenz unseres stark gewachsenen Unternehmens gerecht wird”, sagte Vorstandschefin Antje Leminsky in der Mitteilung. (kb)

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