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Gothaer: Tiefgreifendes Veränderungsprogramm zeigt Früchte

Zum diesjährigen Jahresabschlussgespräch informierte die Vorstandschaft des Gothaer Konzerns am 11. Dezember in Köln über den erfolgten Konzern-Umbau, den Turnaround im Bereich Leben und die Aussichten für das Jahr 2019.

Gothaer-Vorstand Foto Aktuelles
Der Vorstand des Gothaer-Konzerns berichtete in Köln über das abgelaufene Geschäftsjahr.
 
© Anke Dembowski

Die Gothaer ist durch ein tiefgreifendes Veränderungsprogramm gegangen, der Turnaround im Bereich Leben gelungen. Darüber berichtete die Assekuranz auf ihrer großen Jahresabschluss-Pressekonferenz in Köln, auf der "Institutional Money" vor Ort war.

Während in den vergangenen drei Jahren die gebuchten Beiträge im Bereich Leben (Gothaer Leben, Gothaer Pensionskasse) rückläufig waren, konnten von 2017 auf 2018 seit längerer Zeit die Beiträge wieder gesteigert werden, und zwar um 2,2 Prozent von 1.272 Millionen Euro (2017) auf 1.300 Millionen Euro (2018). Die Konsolidierung der letzten drei Jahre begründet der Vorstand mit dem Umbau des Produktportfolios im Bereich Leben.

„Sehr erfreulich ist das Wachstum im Neugeschäft 2018“, erklärt Michael Kurtenbach, Vorstandsvorsitzender der Gothaer Lebensversicherung AG. „Wachstumstreiber ist dabei vor allem das Segment Altersvorsorge und zwar sowohl mit dem neuen Einmalbeitragsprodukt als auch mit der bAV-Direktversicherung gemäß BRSG. Das im September neu eingeführte Produktkonzept zur Arbeitskraftabsicherung läuft ebenfalls gut an.“

Auch in den Bereichen Komposit (mit Gothaer Allgemeine, GTU, GoRom, Janitos, CarGarantie) und Kranken konnten die gebuchten Beiträge gesteigert werden.

Intelligente Kooperationen
Der Gothaer Konzern hat ein tiefgreifendes Veränderungsprogramm durchlaufen. So mache die Gothaer heute nicht mehr alles selbst, sondern strebe intelligente Kooperationen an, erklärt Konzernvorstand Dr. Karsten Eichmann. Schon heute arbeite der Gothaer Konzern an vielen Stellen mit anderen Versicherern wie dem Rentenwerk, Eurapco, der ARGE und dem InsurLab gemeinschaftlich an Themen und tausche Know-how aus.

„Außerdem finanzieren wir einen Forschungslehrstuhl an der ETH Zürich und gehen Kooperationen mit Startup-Unternehmen aus dem Bereich Insur-Tech ein“, so Eichmann. Beispielsweise bestehen Kooperationen mit Emil, um kilometer-genaue Abrechnungen in der Auto-Versicherung vornehmen zu können, sowie mit Grohe und Abus. Auch bei der digitalen Integration von Kunden und Vertriebspartnern sei man einen bedeutenden Schritt weiter.

Digitalisierung und Cyberversicherung
Zufrieden ist die Gothaer mit dem Anlauf ihrer Cyber-Versicherung für Gewerbe- und Industriekunden. „Sie wurde von der Ratingagentur Franke und Bornberg mit der Note FF+ bewertet und liegt damit unter den Top fünf der besten Cyber-Versicherungen im Markt“, erklärt Dr. Christopher Lohmann, Vorstandsvorsitzender der Gothaer Allgemeine Versicherung AG. In der Cyber-Versicherung schreibe man derzeit etwa ein bis zwei Stücke pro Tag.

Die Dunkelverarbeitung im Gewerbe-Bereich, also die Verarbeitung ohne manuelle Eingriffe, liege bereits bei 93 Prozent.

Weiterhin konservative Kapitalanlage
Über die Kapitalanlage, die auf Konzern-Ebene ein Volumen von 28,8 Milliarden Euro hat, berichtet Finanzvorstand Harald Epple. Die Rendite der Kapitalanlage lag 2018 bei 3,2 Prozent, und das HGB-Ergebnis der Gothaer Leben wurde aufgrund der neuen Methode zur Berechnung der ZZR-Anforderung für das Jahr 2018 stark reduziert. Es reduzierte sich von 4,7 Prozent in 2016 zu 4,5 Prozent in 2017 auf nunmehr 3,2 Prozent in 2018.

„Der Anteil der Anlagen mit einem Investmentgrade-Rating ist mit 95,5 Prozent weiterhin auf hohem Niveau.“ Was den Ausblick auf 2019 betreffe, sei der Kauf von staatlich besicherten Exportkrediten im Volumen von bis zu 500 Millionen Euro und von besicherten Handelsfinanzierungen von bis zu 500 Millionen Euro im Fokus. „Darüber hinaus sollen Immobilienfinanzierungen in Höhe von insgesamt 300 bis 400 Millionen Euro über die nächsten zwei Jahre ausgebaut und die Creditpositionen abgebaut werden“, so Epple.

Aktien haben weiterhin einen relativ niedrigen Anteil am Portfolio mit 1,2 Prozent. Illiquide Assets machen 14,6 Prozent des Portfolios aus, darunter insbesondere Immobilien (8,9 Prozent) und Erneuerbare Energien (3,1 Prozent).

Die Finanzstabilität wurde sowohl von S&P als auch von Fitch Ratings mit guten Rating-Noten und stabilem Ausblick bewertet. „Wir haben unsere Finanzkraft weiter gestärkt, die Solvency II-Quoten verbessert und das Kostenprogramm sichert die stabile Ertragslage“, erklärt Eichmann. Die Mitarbeiterschaft wurde verkleinert von 5.563 in 2017 auf 5.421 in 2018.

Die Bilanzierung der Gothaer erfolgte 2017 letztmalig nach IFRS, denn seit 2018 wird auf Basis von HGB bilanziert. Daher sind die Zahlen von 2017 auf 2018 nicht direkt miteinander vergleichbar. Das Konzerneigenkapital lag 2017 nach IFRS bei 2.154 Millionen Euro und betrug 2018 dann nach HGB 1.128 Millionen Euro. Die Konzerneigenkapitalrendite stieg von 7,9 Prozent in 2017 (nach IFRS) auf 12,4 Prozent in 2018 (nach HGB), was aber zum Teil auf der Änderung der Bilanzierungsmethode beruht. (ad)

 

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