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Google-Searches zeigen: Flucht in Sachwerte setzt ein

Raphael Adrian von der Plattform krytoszene.de berichtet, dass noch nie so viele Deutsche via Google nach Aktien und Gold Investments suchten. Seit Anfang 2020 verfünffachte sich der Google-Trend-Score, der das relative Suchvolumen angibt, für die Suchbegriffe „Aktien Kaufen“ und „Gold Kaufen".

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Raphael Adrian
© kryptoszene.de

Die aktuelle Such-Nachfrage übersteigt sogar die zu Zeiten der Finanzkrise 2008 um bis zu 335 Prozent. Dies geht aus einer neuen Infografik von Kryptoszene.de hervor. Auch andere Sachwerte wie Bitcoin sind so gefragt wie seit über zwei Jahren nicht mehr.

Google-Trend-Score bei Gold fast vervierfacht 
Während des Höhepunktes der Finanzkrise im Jahr 2008 notierte der Google-Trend-Score für „Gold Kaufen“ bei 26. Im Zuge der Corona-Krise kletterte der Score hingegen auf den höchstmöglichen Wert von 100. Nie war das Edelmetall bei der Google-Suche gefragter als aktuell. Seit Jahresbeginn stieg der Goldpreis unterdessen um bis zu 10,4 Prozent, der tatsächliche Preis für physisches Gold legte jedoch um bis zu 20 Prozent zu. Das liegt daran, dass es Probleme bei der physischen Lieferung gibt. Die größten Schmelzanstalten liegen im Tessin, wo die Arbeit auf Anordnung der Behörden coronabedingt eingestellt wurde. Auch die Goldtransporte gestalten sich schwieriger als in der Zeit vor Corona. 

Aktien vor allem in den alten Bundesländern gefragt
In puncto Aktien zeigt sich dieser Tage insbesondere in den alten Bundesländern eine steigende Nachfrage. Doch auch bundesweit verzeichnen die Suchanfragen einen explosiven Anstieg: seit Dezember 2019 erhöhte sich das relative Volumen um bis zu 614 Prozent.

Bitcoin-Searches nehmen ebenfalls wieder zu
Obgleich sich die Bitcoin-Suchnachfrage nicht auf einem Allzeit-Hoch befindet, erreichte der Google-Trend-Score für „Bitcoin Kaufen“ seit mehr als zwei Jahren keinen höheren Wert. Auch die Handelsvolumina von Krypto-Exchanges steigen stark an: Auf „Bitcoin.de“ wurden in einer einzigen Märzwoche 28,2 Millionen Euro umgesetzt und damit 662 Prozent mehr als noch in der letzten Dezemberwoche 2019, als das Coronavirus noch kaum eine Rolle spielte.

Real Assets wanted
„Ungeachtet dessen, dass die Corona-Krise vielerorts zu Kurseinbrüchen geführt hat“, so Kryptoszene-Analyst Raphael Lulay, „sind Sachwerte beliebter denn je. Insbesondere im Bereich physischer Edelmetalle manifestiert sich dies derzeit in Lieferengpässen. Inflationsängste aufgrund der Politik des lockeren Geldes der Regierungen und Zentralbanken scheinen diese Tendenz zu verstärken. (kb)

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