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Goldman und Deutsche Bank: Rezessionsrisiko ist nicht eingepreist

Marktstrategen von Goldman Sachs sowie der Deutschen Bank warnen davor, dass der US-Aktienmarkt im Falle einer Rezession kommendes Jahr unter Abgabedruck kommen könnte. Denn ein US-Rezessionsrisiko sei grosso modo nicht in Aktien eingepreist.

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Falls in den USA 2023 doch eine Rezession kommt, könnten Investoren ins Schlingern kommen.
© Halfpoint / stock.adobe.com

Den Aktienmärkten steht im nächsten Jahr eine Achterbahnfahrt bevor, da sie das Risiko einer US-Rezession noch nicht berücksichtigen, meinen Strategen von Goldman Sachs Group wie auch der Deutschen Bank.

Das Team um Christian Mueller-Glissmann und Cecilia Mariotti erklärte, dass ihr Modell eine 39-prozentige Wahrscheinlichkeit für eine Verlangsamung des US-Wachstums in den nächsten zwölf Monaten impliziere, während Risikoaktiva nur eine elfprozentige Chance einpreisten. “Dies erhöht das Risiko weiterer Rezessionsängste im nächsten Jahr”, schrieben sie am Montag in einer Note.

Deutsche Bank erwartet Kurseinbruch
Binky Chadha von der Deutschen Bank erwartet unterdessen, dass der S&P 500 Index im Zuge einer beginnenden Rezession im dritten Quartal auf 3.250 Punkte - 19 Prozent unter dem aktuellen Stand - einbrechen wird. Im vierten Quartal werde dann eine Erholung einsetzen.

Nachdem die Aktien in den letzten zwei Monaten stark angestiegen sind, weil man davon ausging, dass ein Höhepunkt der Inflation zu einer Aufweichung der restriktiven Zentralbankpolitik führen würde, stellen diese Einschätzungen eine Warnung dar. Die Goldman-Strategen erklärten, dass die Geldpolitik im nächsten Jahr zwar weniger Gegenwind verursachen dürfte, die Verlangsamung des globalen Wachstums aber die Börsen unter Druck halten werde.

“Die Risikoprämien für Aktien scheinen angesichts des erhöhten Rezessionsrisikos und der Ungewissheit über die Mischung aus Wachstum und Inflation niedrig zu sein”, schreiben die Goldman-Strategen. Der S&P 500 zeigt auf Basis der prognostizierten Profite ein Kurs-Gewinn-Verhältnis von 17,5. Der 20-Jahres-Durchschnitt beträgt 15,7.

Die Goldman-Analyse zeigt, dass Aktien dazu neigen, sich zu erholen, sobald die Inflation ihren Höhepunkt erreicht hat - wenn eine Rezession vermieden wird. Im Falle einer Kontraktion fallen sie jedoch in den sechs bis neun Monaten nach dem Höchststand im Durchschnitt um weitere zehn Prozent. Während sie das Rezessionsrisiko in den USA als relativ gering einschätzen, stellen sie fest, dass die Besorgnis über die Finanzstabilität und die Marktstressindikatoren - wie das Liquiditäts- und Solvenzrisiko - in allen Anlageklassen zugenommen hat.

Insgesamt bevorzugen sie Anleihen gegenüber Aktien, da diese ein besseres Risiko-/Ertragsverhältnis böten und später im Jahr 2023 weniger positiv mit Aktien korreliert sein dürften.

Die Goldman-Strategen schätzten letzte Woche, dass der S&P 500 das Jahr 2023 bei 4.000 Indexpunkten beenden wird - nahezu unverändert gegenüber dem Schlusskurs vom Freitag (siehe die nachfolgende Grafik). Sie erwarten eine höhere Volatilität zu Beginn des nächsten Jahres, gefolgt von einer Erholung in der zweiten Jahreshälfte, sagten sie am Montag. Das Team der Deutschen Bank prognostiziert ebenfalls eine Erholung des Index im vierten Quartal und einen Jahresendstand von 4.500 Punkten.

Weitere Empfehlungen der Goldman-Strategen lauteten unter anderem:

  • Auf Sicht von drei Monaten “relativ defensiv” bleiben; Cash/Credit übergewichten, Rohstoffe neutral und Anleihen/Aktien untergewichten
  • Kurzfristiger Fokus auf Rendite; qualitativ hochwertige Unternehmensanleihen bevorzugen, selektiv sein bei prozyklischen Anlagen
  • Erwarten Gelegenheiten zur Risikoerhöhung im Jahr 2023; sind neutral bei allen Vermögenswerten und übergewichtet bei Rohstoffen auf Zölf-Monats-Sicht (aa)

 

 

 

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