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Globale Konjunkturverbesserung, aber Zinsen steigen immer noch nicht!

Der ungewöhnlich lange konjunkturelle Aufschwung gewinnt derzeit weltweit an Dynamik. Selbst Europas Krisenland Hellas schloss sich dem Wachstumspfad an und wurde prompt mit einer Ratingverbesserung belohnt, schreiben Dr. Christoph Bruns und Ufuk Boydak in ihrem aktuellen Kommentar.

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DIe beiden Vorstände der LOYS AG, Dr. Christop Bruns (rechts) und Ufuk Boydak (links)
© LOYS

Nachdem die Eurozone bereits seit Monaten über bessere Handelsgeschäfte berichtet, vermeldeten zuletzt auch die USA für das zweite Quartal ein Wirtschaftswachstum von drei Prozent. Übertroffen wird diese Belebung noch von Kanada, der mit 4,5 Prozent ein strammes Wachstumstempo anschlug. Die Zahl sei umso bemerkenswerter, so die beiden LOYS-Vorstände, da Kanada als starkes Rohstoffland tendenziell unter den niedrigen Rohstoffpreisen leide. Immerhin konnten sich aber metallische Rohstoffe – allen voran Palladium – in diesem Jahr recht sportlich nach oben entwickeln.

Positive Signale auch aus Asien, US-Zinsen am Rückgang 

Nicht nur China konnte das prognostizierte Wirtschaftswachstum von 6,5 Prozent abliefern, sondern auch Japan wusste mit guten Konjunkturdaten positiv zu überraschen. In einem solchen Szenario wäre eigentlich mit steigenden Zinsen zu rechnen gewesen, aber genau das Gegenteil trat in den letzten Wochen ein. In Amerika liebäugelt die Rendite zehnjähriger Staatsanleihen erneut mit der Zwei-Prozent-Marke und widersetzt sich damit dem Menetekel einer verweigerten Erhöhung der Staatsschuldenobergrenzen in den kommenden Wochen. Dr. Bruns: "Angesichts einjähriger Nominalzinsen in Höhe von ca. 1,2 Prozent bleibt festzustellen, dass fast zwei Jahre nach der amerikanischen Zinswende selbst in den USA immer noch negative Realzinsen vorherrschend sind. Spannend wird es sein, zu beobachten, ob das Geschachere um eine erneute Staatsschuldenausweitung in den USA abermals zu einer marktbeeinflussenden Farce mutiert. Besonders in der Entwicklung des US-Dollars gegenüber anderen wichtigen Währungen könnten die Ausläufer politischer Überwerfungen spürbar werden."

In Europa sind die Zinsen ebenfalls zuletzt gefallen

Damit sind diese ihren Tiefständen nahe. Einjährige deutsche Staatsanleihen weisen nominale Renditen von minus 0,75 Prozent auf. Ufuk Boydak dazu: "Nimmt man die Geldentwertung von 1,8 Prozent hinzu, so erleiden Zinssparer in solchen Anlagen einen jährlichen Vermögensverlust von mindestens 2,5 Prozent. In der Vergangenheit haben solch niedrige Zinsen zur Abschwächung der Währung geführt, aber auch dieser Zusammenhang ist jüngst durch den flotten Anstieg des Euros konterkariert worden. Hierzu trug nicht unwesentlich die Durchsetzung erster Arbeitsmarktreformen in Frankreich unter dem neuen Präsidenten Macron bei." 

Politisches Störfeuer als Begleiter

Insgesamt könnte man also von einer recht freundlichen Sommerbörse sprechen, wenn nicht das Säbelrasseln Nordkoreas verstärkt in die mediale Aufmerksamkeit gerückt wäre. Dr. Bruns: "Für die LOYS-Fonds ist die Situation in Korea von konkreter Bedeutung, denn es bestehen überschaubare Positionen in einigen südkoreanischen Aktien. Gleichwohl hat sich das große Bild an den Finanzmärkten bislang nicht verändert, denn Zinsanlagen bleiben bis auf Weiteres als Alternative zum Aktieninvestment völlig unattraktiv." (kb)

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