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Gibt es neben Gilts jetzt bald auch noch Kilts?

Gilts - britische Staatsanleihen - sind ein fester Bestandteil in einer internationalen Allokation in Bezug auf Staatsanleihen. Nun überlegt die schottische Regionalregierung die Ausgabe von Kilts, also der schottischen Version. Hätten Kilts am Markt überhaupt eine Chance?

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Green Kilts: Werden Sie bald den Staatsanleihen-Kurszettel bereichern?
© Archiv

Schottland erwägt erstmals die Ausgabe eigener Staatsanleihen. Die rechtliche Möglichkeit, mit Bonds den Kapitalmarkt anzuzapfen, hat Edinburgh bereits seit 2015. Laut Bloomberg vorliegenden, internen Dokumenten wurden solche - mit dem Spitznamen Kilts bedachten - Papiere bislang aber als finanziell nicht attraktiv verworfen.

Nationalisten-Traum "Green Kilts"
Nun zieht die regierende Scottish National Party ernsthaft in Betracht, schottische Anleihen auszugeben. Sollte sie bei den Parlamentswahlen im Mai eine Mehrheit für die Unabhängigkeit Schottlands erreichen, wäre ein neues Referendum zum Thema möglich. Eine der Optionen, die zusammen mit Investoren ausgelotet werden sollen, sind nach Angaben eines Sprechers staatsbesicherte Bonds zur Finanzierung von Nullemissions-Zielen.

Wohl Hand in Hand mit politischer Separation
“Die Emissionen würden von einer Regierung ausgehen, die das Ziel der Abspaltung ausgegeben hat, deshalb wäre für die Preisgestaltung entscheidend, in welcher Haushalts-Gesamtverfassung ein unabhängiges Schottland wäre”, sagte Ross Hutchison von Aberdeen Standard Investments in Edinburgh. “Das grüne Element ist ein interessanter Aspekt und könnte natürlich ein großes Investoreninteresse auf sich ziehen.”

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Das Treffen hat bereits Großbritanniens Pläne für den ersten grünen Gilt beschleunigt. London hinkt im Vergleich zu Deutschland und Frankreich in Sachen nachhaltiger Finanzierung bislang hinterher.

Frühes Diskussionsstadium
Die Diskussionen über die Ausgabe schottischer Anleihen befinden sich erst einmal in einem frühen Stadium. Wirklich vorangetrieben dürften sie erst nach den Wahlen am 6. Mai 2021 werden. Meinungsumfragen deuten darauf hin, dass die SNP von Schottlands Regierungschefin Nicola Sturgeon “eine 50:50-Chance” hat, bei den Wahlen im Mai zum zweiten Mal in ihrer Geschichte die Mehrheit zu erlangen, so John Curtice, Großbritanniens prominentester Wahlforscher.

Unabhängigkeitsreferendum 2014 für Verbleib bei Großbritannien
Das letzte Unabhängigkeitsreferendum Schottlands im Jahr 2014 wurde vom damaligen Premierminister David Cameron abgesegnet, nachdem die SNP 2011 die Parlamentsmehrheit gewonnen hatte. Die Wähler lehnten den Austritt aus dem Vereinigten Königreich dann jedoch mit 55 zu 45 Prozent ab, nachdem ihnen mehr Autonomie versprochen worden war. Unter anderem erhielt Schottland auch neue Finanz- sowie Kreditaufnahmebefugnisse. (kb)

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