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Geld des DWS-Chefs für Porsche löst Meldung an Aufsichtsbehörde aus

Eine simple Gefälligkeit unter Freunden oder eine unglückliche Verquickung von Privatem und Geschäftlichem? Der DWS-Chef Asoka Wöhrmann steht wegen eines geplanten Porsche-Kaufs im Fokus. Wöhrmann und die Deutsche-Bank-Tochter wähnen hingegen eine Schmutzkampagne.

Porsche Panamera Turbo (Symbolfoto)
© Aleksei / stock.adobe.com

Der beabsichtigte Kauf eines Porsches über einen Freund brockt DWS-Chef Asoka Wöhrmann Scherereien ein. Einem Bericht der Londoner Wirtschaftszeitung "Financial Times" (FT) zufolge meldete die Deutsche Bank die Transaktion in Höhe von 160.000 Euro an die zuständige Aufsichtsbehörde und nahm interne Untersuchungen auf. Die Fondstochter des größten deutschen Geldhauses hingegen wittert eine "böswillige Kampagne" gegen Wöhrmann.

Konkret soll Wöhrmann im Herbst 2017 den Betrag an einen Bekannten überwiesen haben. Mit diesem Geld sollte besagter Freund angeblich einen neuen Porsche Panamera für Wöhrmann erwerben, der damals das Privatkundengeschäft der Deutschen Bank im Heimatmarkt leitete. Der Bekannte war der Zeitung zufolge zu der Zeit selbst dabei, einen Porsche zu kaufen und bot Wöhrmann seine Hilfe an. Die FT beruft sich dabei auf E-Mails, Dokumente und teilweise auch auf Stellungnahmen von Wöhrmann und seinem Bekannten. Der Händler solle Wöhrmann denselben "Hammerpreis" einräumen wie ihm selbst, zitiert die Zeitung aus einer E-Mail.

Kein Porsche, dafür Rapport an die Aufsicht
Der Autokauf für Wöhrmann kam aber offenbar nie zustande. Wöhrmanns Freund überwies das Geld rund ein Jahr später zurück. Diese Rücküberweisung erregte dann angeblich das Aufsehen der bankinternen Kontrolleure. Diese wiederum meldeten den Fall an die Zentralstelle für Finanztransaktionsuntersuchungen, die für Geldwäscheverdachte zuständig ist, berichtet die FT und beruft sich auf mit den Vorgängen vertraute Personen.

Dem Artikel zufolge kommt hinzu, dass Wöhrmann und sein Freund damals an Verhandlungen zu einem Joint-Venture für die Firma Auto1 Fintech beteiligt gewesen sein sollen. Das Start-up sollte von der Deutschen Bank, Allianz, der Gebrauchtwagenplattform Auto1 und weiteren Investoren finanziert werden. Die Bank und der Versicherer stiegen aber wieder aus. Im Zuge der Verhandlungen soll Wöhrmann Medienberichten zufolge zeitweise eine private E-Mail-Adresse genutzt haben, was möglicherweise ein Verstoß gegen Richtlinien der Bank gewesen wäre.

"Ziel selektiver, irreführender Leaks und sogar von Drohbriefen"
Die Deutsche Bank will einzelne Verdachtsmeldungen nicht kommentieren. Das Institut betont aber, dass es sich bei solchen Meldungen um Hinweise auf mögliche Verdachtsfälle handele und nicht die Schlussfolgerung gezogen werden dürfe, dass ein Fehlverhalten vorliege.

Die DWS wiederum stellt Wöhrmann als Opfer eines Feldzugs dar. "Seit dem letzten Sommer ist Asoka Wöhrmann das Ziel selektiver, irreführender Leaks, die alleine den Zweck verfolgen, ihn schlecht zu reden. Darüber hinaus wurde er sogar zur Zielscheibe von Drohbriefen", teilt das Unternehmen auf Anfrage der Redaktion mit. "Es ist an der Zeit, dass diese böswillige Kampagne aufhört, während sich Herr Wöhrmann nach einem Rekordjahr 2021 weiter auf den Erfolg der DWS konzentriert."

Wöhrmann weist Unterstellungen "entschieden zurück"
Die Fondstochter der Deutschen Bank sah sich mit dem Vorwurf des "Greenwashing" konfrontiert. Die angeblich geschönten Aussagen rund um Nachhaltigkeit, die das Haus vehement bestreitet, schadeten dem Geschäft des Fondshauses aber offenbar nicht. Nettomittelaufkommen, Ertrag und Gewinn kletterten 2021 voraussichtlich deutlich.

Zu dem FT-Artikel merkt die DWS an: "Unterstellungen im Zusammenhang mit seiner Zeit als Leiter des deutschen Privatkundengeschäfts der Deutschen Bank weist Asoka Wöhrmann entschieden zurück. In seiner damaligen Funktion hat er die Gespräche der Beteiligten von Auto1 Fintech moderiert und dabei stets und zu jeder Zeit die Interessen der Deutschen Bank vertreten."

Statt eines neuen Vehikels aus Stuttgart-Zuffenhausen kaufte Wöhrmann der FT zufolge letzten Endes selbst einen gebrauchten Porsche Panamera Turbo beim Autohändler – zu einem Preis von angeblich 139.500 Euro. (ert)

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