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Gefallener Starfondsmanager versucht Comeback

Neil Woodford bewies einst großes Talent bei der Titelauswahl. Doch der gefeierte Manager investierte immer mehr in illiquide Werte, bis sein Fonds schließen musste. Nun will Woodford ein neues Portfolio starten.

Der einstige Starmanager Neil Woodford
Der einstige Starmanager Neil Woodford
© Woodford Investment Management

Neil Woodford will eine neue Investmentgesellschaft gründen und einen Fonds auflegen. Dies sagte der frühere Starfondsmanager im Interview mit der britischen Zeitung "Sunday Telegraph". Die Angebote sollen sich an institutionelle Investoren sowie hochvermögende Privatkunden richten. Die Firma Woodford Capital Management soll auf der Kanalinsel Jersey und in London ihren Sitz haben. Als Investmentchef der Gesellschaft wolle er sich vor allem Investments aus dem Biotech-Bereich widmen.

Mit seiner treffsicheren Aktienauswahl im Gesundheits- und Pharmafeld hatte Woodford sich den Ruf als Starmanager erarbeitet. Sein Woodford Equity Income Fund sammelte Milliardenbeträge ein, vor allem bei britischen Privatanlegern. Doch nach einer Serie von Fehleinschätzungen zogen Anleger immer mehr Mittel ab. Zudem hatte Woodford zunehmend in illiquide Titel investiert. Diese Konstellation führte dazu, dass der Fonds Anteilsrückgaben nicht mehr bedienen konnte. Daher wurde 2019 das Liquidierungsverfahren eingeleitet.

Comeback mit Fragezeichen
Nun meldet sich Woodford mit einer Entschuldigung an die Anleger zurück, die Geld bei ihm ngelegt hatten. "Ich bedauere sehr, was ich falsch gemacht habe", sagte der Manager dem "Sunday Telegraph". Zugleich wies er Kritik an seinem Management-Stil zurück. Seiner Meinung nach hätte er das Geld der Anleger retten können, wenn der Fonds nicht geschlossen worden wäre. Bereits seit geraumer Zeit wird über eine Rückkehr von Woodford spekuliert. Medienberichten zufolge soll er ein Beratungsmandat für einen Vermögensverwalter angenommen haben.

Ob es tatsächlich zu einem Comeback kommt, ist derzeit offen. Denn noch immer warten ehemalige Woodford-Kunden auf ihr Geld.

Zudem leitete die britische Finanzaufsicht ein Ermittlungsverfahren ein. Am Ende könnte die Behörde ein Berufsverbot verhängen. Besonders eine Praxis fiel den Ermittlern negativ auf: Um die Maximalquote von nicht-börsennotierten Titeln bei Publikumsfonds einzuhalten, ließ Woodford einige Papiere auf dem Parkett der Kanalinsel Guernsey notieren – und umging so die Vorschriften. (ert)

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