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Gediminas Simkus, EZB, äußert sich zur Inflation und zur Geldpolitik

Nach Ansicht von EZB-Ratsmitglied Gediminas Simkus besteht für die Europäische Zentralbank "noch" keine Notwendigkeit, ihre Einschätzung der Inflationsaussichten grundlegend zu ändern oder die Straffung der Geldpolitik zu beschleunigen.

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© Katarzyna / stock.adobe.com

Vor dem Hintergrund steigender Zinsen in den USA gibt EZB-Ratsmitglied Gediminas Simkus für die Eurozone Entwarnung: Die Geldpolitik im Euroraum kann nicht mit der in den USA oder anderen Ländern verglichen werden, “weil die wirtschaftliche Situation anders ist”, sagte der litauische Zentralbankchef in einem Bloomberg-Interview. Damit steht eine Anhebung der Leitzinsen bei der EZB offensichtlich längst noch nicht auf der Tagesordnung, auch wenn sich die Federal Reserve auf eine Straffung im März vorbereitet.

“Es gibt Unsicherheit, und ich stimme zu, dass sie zugenommen hat”, sagte Simkus am  Dienstag. “Aber ich habe keine offensichtlichen Fakten, dass sich die Projektionen so stark verändert haben, dass wir anfangen sollten, darüber zu diskutieren, ob sich der Inflationsausblick so gewandelt hat, dass er weit über unser Zwei-Prozent-Ziel hinausgeht.”

Aufkeimende Zinsfantasie in Euroland
Ökonomen und Investoren haben die Erwartungen bezüglich des Zeitpunkts einer Zinserhöhung durch die EZB vorgezogen. Der Geldmarkt preist inzwischen eine Anhebung im Dezember ein. Dieser Ansicht sind auch Analysten der Deutschen Bank.

Die meisten Experten gehen allerdings nicht davon aus, dass die Zinsen vor 2023 angehoben werden. Selbst eher im Falken-Lager verortete EZB-Ratsmitglieder haben Zinserhöhungen in diesem Jahr als unwahrscheinlich bezeichnet. 

"Noch" keine Änderung
Im vergangenen Monat hat die Inflation in der Eurozone den Rekordwert von fünf Prozent erreicht. Simkus erklärte indessen, die jüngsten Entwicklungen stünden „mehr oder weniger im Einklang mit unseren Prognosen“, obgleich die Risiken „nach oben“ gerichtet seien. Der politische Kurs der EZB – der zuletzt im Dezember aktualisiert wurde und eine Verlangsamung der Wertpapierkäufe im Laufe des Jahres 2022 vorsieht – müsse „noch“ nicht geändert werden.

„Wenn die Frage lautet, was passiert, wenn sich die Informationen ändern und ob die EZB bereit ist, auf das veränderte wirtschaftliche Umfeld zu reagieren, dann wäre meine Antwort: Ja“, so Simkus.

Die geopolitischen Spannungen an den Grenzen der Ukraine schüfen „noch größere Unsicherheit“ als die Corona-Variante Omikron, so Simkus.

Richtige Reihenfolge der geldpolitischen Schritte empfohlen
Er bekräftigte die Einschätzung, dass die EZB ihre Programme zum Ankauf von Vermögenswerten beenden sollte, kurz bevor sie mit der Erhöhung der Zinsen beginne.

„Unter dem Gesichtspunkt der Glaubwürdigkeit halte ich es für wichtig, diese Reihenfolge einzuhalten“, so Simkus. Aber „ich würde davon absehen, den diesbezüglichen Zeitrahmen mit einer Anzahl von Tagen, Wochen oder Monaten zu versehen.“ (aa)

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