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GARP – auf der Suche nach günstig bewerteten Wachstumswerten

GARP (Growth At Reasonable Price) ist eine Aktienanlagestrategie, die Eigenschaften von Growth- und Value-Investing kombiniert. GARP-Aktien übertreffen häufig das Wachstum des Gesamtmarktes, und ihre Bewertungen sind angesichts ihres Wachstumsprofils aber immer noch akzeptabel.

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Guillaume Chieusse, Leiter aktive Aktienstrategien bei ODDO BHF Asset Management


 
© ODDO BHF

Dieser Ansatz versucht, so genannte "Value Traps", also Aktien, die aus gutem Grund tief  bewertet sind, sowie deutlich überbewertete Wachstumswerte zu vermeiden. Im Fokus steht die konsequente Suche nach Wachstumswerten sowie eine strikte Bewertungsdisziplin bei der Titelauswahl. "Für Small-Cap-Investoren sollte dieser Investmentansatz zu jeder Zeit oberstes Gebot sein. Er spielt auch im aktuellen Marktumfeld, das durch hohe Bewertungsunterschiede und eine starke Sektor-Rotation nach der Krise gekennzeichnet ist, eine wichtige Rolle", meint Guillaume Chieusse, Leiter aktive Aktienstrategien bei ODDO BHF Asset Management. 

Nach der Covid-Krise
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Die Covid-Krise liegt nun weitgehend hinter uns. Gerade in einem solchen Umfeld könnten Small Caps für Anleger besonders attraktiv werden, da sie schneller wachsen als Large Caps. Für das kommende Jahr prognostiziert der Marktkonsens ein Gewinnwachstum von acht Prozent für das MSCI Europe Large-Cap-Universum, verglichen mit 14 prozent für das Small-Cap-Universum. Ein aktives Portfoliomanagement kann dazu beitragen, stärker an diesem Wachstum zu partizipieren. Zwar sind auch Small Caps derzeit nicht günstig bewertet, aber ihre Bewertungsprämie gegenüber Large Caps ist nach unserer Analyse historisch niedrig. So werden Small Caps der Eurozone mit dem 19,1-fachen ihres Kurs-Gewinn-Verhältnis gehandelt, was einem Aufschlag von sieben Prozent gegenüber Large Caps entspricht. Im historischen Vergleich lagen die Bewertungsaufschläge mit durchschnittlich 25 Prozent deutlich darüber", analysiert Guillaume Chieusse.

Inflationsgewinner
Die Inflation steigt an. Guillaume Chieusse und seine Kollegen bei ODDO BHF AM glauben, die wirklichen Gewinner werden Unternehmen sein, die mit Innovationen und Verbesserungen Wettbewerbsvorteile erzielen. Theoretisch haben Inflation und steigende Zinsen aufgrund des langen Durationsprofils in den Discounted-Cashflow-Bewertungsmodellen von Wachstumsaktien einen größeren negativen Einfluss auf diese als auf Value-Aktien. Mit dem Rückgang der Pandemie aber wächst die Wirtschaft. Die Nachfrage wird – unterstützt durch weiterhin reichlich vorhandene Liquidität – steigen und die Produktion von Waren und Dienstleistungen ankurbeln. Die steigenden Rohstoffpreise dürften die Produktionskosten nach oben treiben. Chieusse dazu: "Innovative und wettbewerbsstarke Unternehmen können diese in Form höherer Endpreise an die Kunden weitergeben. Dieses Wachstumspotential ist für Investoren attraktiv und entsprechend dürften sie bereit sein, eine gewisse Prämie dafür zu bezahlen. Es gilt aber zu differenzieren. Innovative Unternehmen aufzuspüren, die sich auf Nischenprodukte mit hohen Eintrittsbarrieren spezialisiert haben, über Preissetzungsmacht verfügen und dazu noch relativ niedrig bewertet sind, ist nicht einfach."

Aktiver Managementansatz
Dieser Ansatz, der auf verstecktes Wertpotential abstellt, ist der Schlüssel zu einer langfristigen Wertentwicklung oberhalb der Benchmark. Wer gut selektiert, profitiert im aktuellen Umfeld doppelt, denn auch Unternehmen suchen nach Wachstumspotential. So bildete das erste Quartal dieses Jahres PWC zufolge den besten Jahresstart in Bezug auf Fusionen, Übernahmen oder Börsengänge seit 2000. (kb)

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