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Stellt das Gamestop-Kursfeuerwerk eine Zäsur für die Finanzmärkte dar?

Immer öfter kommt es vor, dass professionelle Short-Seller wie Hedgefonds auf verlorenem Posten stehen. Das liegt nicht an der langjährigen Hausse, sondern an gezielten Kampagnen in Sozialen Foren, die die am meisten leerverkauften Aktien in exorbitante Höhen treiben. Gamestop ist so ein Beispiel.

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© detry26 / stock.adobe.com

Dem globalen Kursrutsch an den Finanzmärkten im Frühjahr 2020 folgte eine rekordverdächtige Aufholjagd. Treiber der Rallye waren auch junge und unerfahrene Investoren, die über neue Discountbroker wie etwa Robin Hood eifrig in die Märkte investierten.  Auch so mancher Scheck (Helikopter-Money), die die Amerikaner erhielten, wurden zum Zocken von Anfängern an der Börse eingesetzt.

Hype im Netz führt zum Bashing von Short-Sellern, sie sich teuer rückdecken müssen
Rund um Finanzprodukte und Aktien ist in den letzten Monaten ein wahrer Hype in den sozialen Netzwerken entstanden. Dieser treibt im Kursfeuerwerk der zwischenzeitlich totgesagten Gamestop Aktie ihre bislang spektakulärsten Blüten. Angefacht unter anderem durch eine Reddit-Community kommt es zum Showdown zwischen den Social Media Zockern und teilweise professionellen Leerverkäufern. Mit einem besseren Ende für das Team Reddit. Von kaum drei Euro stieg das Papier in immer luftigere Höhen, zum Schluss auf 147,98 US-Dollar am Dienstag abend.

Der Pleitekandidat wurde zum Highflyer
Auch andere Titel mit hohem Short Float legten adhoc zu. Es stellt sich die Frage, ob die neue Gemengelage aus risikofreudigen Zockern, Neobrokern und sozialen Medien eine echte Zäsur für die Finanzmärkte darstellt: Der Leerverkauf wirkt jedenfalls im Moment wie ein Schleudersitz, der Short Squeeze scheint den Neo-Zockern richtiggehend Spass zu bereiten wie ein Handyspiel.

Konsequenzen
Welche Auswirkungen diese Entwicklungen auf die Finanzmärkte mit sich bringen, wird sich erst zeigen müssen. Schließlich haben Short-Seller eine Hygiene-Aufgabe an den Märkten zu erfüllen, denn sie sorgen dafür, dass überteuerte Aktien wieder in Richtung ihres intrinsischen Wertes zurückgeführt werden. Die folgende Frage darf man sich aber getrost stellen: Werden die Geschehnisse der letzten Wochen auch regulatorische Konsequenzen erzwingen, und wenn ja, wann? (kb)

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