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GAM kann illiquide Anleihen aus Haywood-Fonds verkaufen

Der Schweizer Asset Manager kommt bei der Aufarbeitung der Haywood-Affäre voran und wird im Laufes des Jahres die vom Ex-Manager Tim Haywood verwalteten Fonds auflösen.

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© fotogestoeber / stock.adobe.com

GAM kommt mit der Liquidierung diverser Prestigeportfolios, die einst Ex-Manager Tim Haywood unter seinen Fittichen hatte, voran. Zur Erinnerung: Haywood hatte den Schweizer Vermögensverwalter im Sommer vergangenen Jahres in eine Krise gestürzt, indem er zuvor weitgehend illiquide Schuldpapiere von Firmen des indisch-britischen Unternehmers Sanjeev Gupta gekauftz hatte. Wegen dieses Verstoßes gegen interne Richtlinien musste der Manager den Vermögensverwalter am Ende verlassen. Kunde zogen wegen der Vorgänge hohe Summen aus GAM-Produkten ab.

Im aktuellen Quartalsbericht meldet die Gesellschaft aber, dass es gelungen sei, eben diese umstrittenen Anleihen zu verkaufen. Abnehmer der Papiere soll GFG Alliance sein, die Holding von Gupta. Beide Seiten haben eine Vereinbarung unterzeichnet, dass GFG die restlichen Papiere zum ursprünglichen Kaufpreis wieder zurücknimmt. Der Abschluss der Transaktion wird voraussichtlich am oder vor dem 15. Juli 2019 erfolgen. GFG hatte zuvor bereits rund ein Drittel der eigenen Schuldverschreibungen refinanziert, die zuvor in von GAM verwalteten Strategien gehalten wurden.

Gesamtes Vermögen bei knapp 138 Milliarden Franken
Der Verkauf dieser Schuldverschreibungen wird die Liquidation der Ex-Haywood-Fondsfamilie abschließen. GAM schreibt ferner, dass nach dem kürzlich erfolgten Verkauf von zwei großen Positionen eine weitere Ausschüttung in den nächsten zwei Wochen erfolgen werde. Damit seien 89 bis 95 Prozent der Assets, die in Europa domiziliert sind, und 80 bis 84 Prozent des auf den Cayman-Inseln verwalteten ARBF-Vermögens mittlerweile an die Anleger zurückgeflossen.

Die Auflösung der Portfolios und die nach dem Bekanntwerden der Affäre einsetzende Anlegerflucht haben dazu geführt, dass das gesamte verwaltete GAM-Vermögen nur noch bei 137,4 Milliarden Schweizer Franken (121 Mrd. Euro) steht. Mitte 2018 hatte die Gesellschaft in Summe noch 163,8 Milliarden Schweizer Franken (143 Mrd. Euro) betreut.

In den ersten drei Monaten 2019 zogen Anleger rund vier Milliarden Franken (3,5 Mrd. Euro) aus den Fonds der Schweizer Gesellschaft ab, wie Bloomberg berichtet. Im Vorquartal beliefen sich die Abflüsse aus den Kernfonds noch auf rund 7,8 Milliarden Franken (6,9 Mrd. Euro). Damit hat sich der Mittelexodus zwar verlangsamt. Daraus aber bereits eine Kehrtwende abzuleiten, erscheint reichlich verfrüht. (jb)

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