Das Fachmagazin für institutionelle Investoren

Geben Sie Ihren Benutzernamen und Ihr Passwort ein, um sich an der Website anzumelden:
| Produkte
twitterlinkedInXING

GAM kann Bestände der Haywood-Fonds verkaufen und Investoren auszahlen

Die von Ex-Fondsmanager Tim Haywood gelenkten Absolute-Return-Bond-Fonds sind Geschichte. Der Schweizer Vermögensverwalter hat alle Portfolios aufgelöst – und will Investoren bis Ende Juli vollständig ausbezahlen.

fotolia_175405716_africa_studio.jpg
© Africa Studio / stock.adobe.com

Der Schweizer Asset Manager GAM hat nach eigenen Angaben alle seine Absolute-Return-Bond-Fonds mit uneingeschränktem Anlageansatz (ARBF) erfolgreich aufgelöst. Durch den Verkauf der in den Portfolios gehaltenen Vermögenswerte werden Anleger im Schnitt 100,5 Prozent des Nettoinventarwertes erhalten, der zu Beginn des Liquidationsprozesses Anfang September 2018 in den jeweiligen Fonds festgestellt worden war. In Summe steckten damals in allen ARBF-Produkten 7,3 Milliarden Schweizer Franken (6,3 Milliarden Euro). 

Damit ist zumindest für die Anleger das Kapitel um den umstrittenen Anleihenspezialist Tim Haywood, der die Portfolios einst verantwortete, geschlossen. Haywood musste die Gesellschaft wegen Verstößen gegen interne Vorschriften im Sommer verlassen – was er aber bestreitet. Angeblicher Grund: Er hatte weitgehend illiquide Schuldtitel von Firmen des indisch-britischen Unternehmers Sanjeev Gupta gekauft, welche GAM aber wieder abstoßen konnte. 

Bisher vier Zahlungsrunden
Nach Bekanntwerdens der Vorgänge um Haywood hatten Anleger in großem Stil Kapital aus seinen Fonds, aber auch aus anderen GAM-Produkten, abgezogen, sodass eine Auflösung nötig wurde: Die in den ARBF-Portfolios vorgehaltene Liquidität reichte nicht aus, die Kunden auszubezahlen. 

In den bisherigen vier Auszahlungsrunden seit vergangenem September erhielten Anleger 89 bis 95 Prozent der Vermögenswerte der in Luxemburg domizilierten GAM Multibond- und der in Irland domizilierten GAM Star-Fonds. Ferner flossen 80 bis 84 Prozent der Vermögenswerte des Cayman-Masterfonds und der damit verbundenen Feeder-Fonds auf den Cayman Islands und in Australien an die Kunden zurück, heißt es in einer begleitenden Aussendung. Die letzten Zahlungen sollen demnach bis Ende Juli 2019 erfolgen.

"Wir freuen uns sehr, dass wir in den kommenden Wochen die endgültige Zahlung an unsere ARBF-Investoren vornehmen können. Wir danken den betroffenen Kunden für ihre Geduld während des Liquidationsprozesses", erklärt GAM-Vorstandschef David Jacob. Und weiter: "Wir konzentrieren uns voll und ganz auf die weitere Stabilisierung und das Ausrichten des Unternehmens auf künftiges Wachstum, die Umsetzung unseres Restrukturierungsprogramms und die Wertgenerierung für unsere Kunden und Aktionäre. Mit unseren differenzierten Anlagestrategien und dem globalen Vertriebsnetz sind wir gut positioniert, um für unsere Kunden attraktive Renditen zu erzielen."

twitterlinkedInXING

News

 Schliessen

Mit der Nutzung dieser Website stimmen Sie der Verwendung von Cookies und unserer Datenschutzerklärung zu. Mehr erfahren