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Für Griechenland aber auch für Italien besteht kaum Hoffnung auf Genesung

Europa hat mit dem Schuldenschnitt für Griechenland vorerst das Schlimmste für den Euro abgewendet. Aber ist damit die Verschuldungssituation im Griff? Rich Mattione von GMO zeigt in einem aktuellen Kommentar verschiedene Szenarien für die am stärksten verschuldeten europäischen Länder Griechenland und Italien auf.

Folgende sechs Parameter bestimmen den weiteren Verlauf: Die nominelle Verschuldung eines Landes, die Höhe der Zinsen auf den Schulden, das nominelle Bruttoinlandprodukt (BIP), die Inflationsrate und der Primärüberschuss des Staates (Budgetsaldo ohne Zinszahlungen).

Wenn Inflation zum Segen wird

Mit hoher Inflation und tiefen Zinsen können Schulden über die Jahre weginflationiert werden. In zehn Jahren könnten in einem derartigen Szenario Schulden theoretisch halbiert werden. Bei einem hohen Verhältnis von Schulden zu BIP wird es allerdings schwierig, die Verschuldung in den Griff zu kriegen, wenn sowohl Wachstum als auch Inflation niedrig sind. Ohne Sanierungsmassnahmen nehmen die Schulden stärker zu, als das BIP wachsen kann.

Auch nach der Schuldenrestrukturierung in Griechenland stellt sich die Frage, mit welchen Zinsen das Land in Zukunft rechnen muss. Bei Zinsen von fünf Prozent und anziehendem Wachstum könnte Griechenland in den nächsten zehn Jahren die Verschuldung leicht abbauen, bei Zinsen von sieben Prozent würde sie wieder ansteigen.

Italien versinkt im Schuldensumpf

In unkomfortabler Lage befindet sich auch Italien mit einem blockierten und reformunfähigen Parlament und einer Verschuldung von 115 Prozent des BIP. Bei einem permanenten Budgetdefizit von vier bis fünf Prozent, Zinsen von moderaten vier Prozent, einer Inflation von ein Prozent und einem BIP-Wachstum von real 1,5 Prozent würde sich die Situation graduell weiter verschlechtern und die Schulden würden in zehn Jahren auf rund 130 Prozent des BIP ansteigen. Für eine deutliche Verbesserung braucht es mindestens einen permanenten Budgetüberschuss von 4 bis fünf Prozent und positive übrige Marktbedingungen.

Beispiel Brasilien

Wie schwierig der Schuldenabbau ist, zeigt das Beispiel Brasilien nach der Krise 2002. Trotz besserer Ausgangslage, das heisst insbesondere einem Verhältnis von Schulden zu BIP von 70 Prozent, positivem Haushalt ab 2002 und hohem Wirtschaftswachstum gelang es in zehn Jahren nur, die Schuldenlast knapp unter 60 Prozent zu drücken.

Den gesamten Kommentar in Englisch mit zahlreichen Grafiken (14 Seiten) finden Interessierte zum Download unter folgendem Link: (aa)

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Über GMO:

Die 1977 gegründete und in Boston domizilierte GMO LLC ist als Partnerschaft organisiert und verwaltet mit mehr als 500 Mitarbeitern weltweit USD 107 Mrd. (per 31.12.2010). GMO ist ganz auf die Bedürfnisse von institutionellen Investoren ausgerichtet und seit 2002 in der Schweiz mit einer eigenen Niederlassung präsent.  
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