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Führende Finanzinstitute verpflichten sich zum Kampf gegen Entwaldung

Mehr als 30 Finanzinstitute mit einem verwalteten Vermögen von mehr als 8,7 Billionen US-Dollar haben sich zusammengeschlossen, um die zur Gewinnung von Agrarrohstoffen verursachte Entwaldung zu bekämpfen und den Wandel hin zu nachhaltiger Produktion und naturbasierten Lösungen voranzutreiben.

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Emine Isciel (Bild), Leiterin des Bereichs Klima und Umwelt bei Storebrand Asset Management, sagt: „Es besteht dringender Handlungsbedarf in Bezug auf die Abholzung der Wälder. Ein Stopp der Entwaldung kann einen entscheidenden Beitrag zur Abschwächung des Klimawandels und zur Anpassung an diesen leisten und gleichzeitig dazu beitragen, die Ziele für die biologische Vielfalt zu erreichen. Die Entwaldung ist nicht nur ein Risiko für das Klima und die biologische Vielfalt, sondern kann auch finanzielle Risiken für unsere Portfolios mit sich bringen. Eine Vielzahl von Wirtschaftssektoren ist zunehmenden physischen und regulatorischen Risiken im Zusammenhang mit der Entwaldung ausgesetzt.“

Die Finanzinstitute setzen auf Engagement-Aktivitäten und streben an, die durch Agrarrohstoffe verursachte Entwaldung (durch Rinderzucht, Palmöl-, Soja- sowie Zellstoff- und Papierproduktion) bis 2025 aus ihren Portfolios zu verbannen. Finanzinstitute sollen bis 2025 ihre Risiken offenlegen und über ihre Fortschritte bei der Bekämpfung der durch Agrarrohstoffe verursachten Entwaldung und der Erhöhung der Investitionen in naturbasierte Lösungen berichten. Die Maßnahmen des Finanzsektors und die Zusammenarbeit bei der Bekämpfung der globalen Entwaldung sind von entscheidender Bedeutung für die Erreichung der Ziele des Pariser Klimaabkommens, die Erreichung der Netto-Null-Ziele und die Bewältigung systemischer Risiken. 

Ein gemeinsames Bestreben
Storebrand Asset Management hat sich gemeinsam mit mehr als 30 führenden Finanzinstituten (darunter Aviva, Storebrand Asset Management, Generation Investment Management, JGP Asset Management, NEI Investments, Impax Asset Management, Church Commissioners for England und Boston Common Asset Management) verpflichtet, die durch Agrarrohstoffe verursachte Entwaldung zu bekämpfen. Die Finanzinstitute repräsentieren ein verwaltetes Vermögen von rund 8,7 Billionen US-Dollar.

Pariser Klimaziele werden durch Entwaldungsstop erreichbar
Die Beendigung der Entwaldung und die Umsetzung natürlicher Klimalösungen könnten nach Einschätzung von Experten ein Drittel zur Erreichung des Pariser Klimaziels beitragen, den Verlust der biologischen Vielfalt aufhalten und umkehren sowie die Menschenrechte und die Ernährungssicherheit unterstützen - allerdings nur, wenn sofortige Maßnahmen eingeleitet werden. Der Großteil der Entwaldung wird durch nicht nachhaltige Praktiken bei der Produktion von Palmöl, Soja, Rindererzeugnissen sowie Zellstoff und Papier verursacht. Diese verursachen jährlich mehr CO2-Emissionen als die EU. Maßnahmen in Bezug auf diese Rohstoffe sind deshalb besonders dringlich - daher stehen diese im Mittelpunkt der kürzlich eingegangenen Verpflichtung. 

Wachsendes Bewusstsein des Finanzsektors für systemische Risiken 
Die Verpflichtung unterstreicht das Ziel, sich nach besten Kräften dafür einzusetzen, dass die durch die Gewinnung von Agrarrohstoffen verursachte Entwaldung bis 2025 aus den Portfolios verschwindet. Dahinter steht das wachsende Bewusstsein des Finanzsektors für die systemischen Risiken sowie das Verständnis für die erforderlichen Maßnahmen, um die Entwaldung im Zusammenhang mit der Produktion dieser Rohstoffe zu bekämpfen und den Übergang zu einer nachhaltigen Rohstoffproduktion zu beschleunigen. 

Netto-Null-Ziele der Finanzinstitute rücken in Greiffweite
Die Finanzinstitute, die sich heute verpflichtet haben, erklären, dass sie anerkennen, dass die Bekämpfung der Entwaldung von entscheidender Bedeutung ist, um ihre Netto-Null-Ziele zu erreichen und die wachsenden ESG-, Markt-, Reputations- und Prozessrisiken im Zusammenhang mit den Wertschöpfungsketten dieser Agrarrohstoffe zu bewältigen. 

Globaler Übergang zu einer nachhaltigen Produktion steht auf der Agenda
Die Bemühungen zur Bekämpfung der Entwaldung im Rahmen der Verpflichtung werden sich darauf konzentrieren, die Produktion von Rohstoffen weiterhin in einer Weise zu finanzieren, die eine nachhaltige wirtschaftliche Entwicklung und den globalen Übergang zu einer nachhaltigen Produktion unterstützt. Die Finanzinstitute werden sich auf ein nachhaltiges Engagement mit Unternehmen und/oder Kunden konzentrieren, die durch die Produktion dieser Rohstoffe Entwaldungsrisiken ausgesetzt sind. Durch aktive Beteiligung und laufende Betreuung sollen Maßnahmen zur Beseitigung der Entwaldung in der gesamten Lieferkette angestoßen werden. Dazu gehören die Offenlegung entsprechender Risiken, die Festlegung von Strategien zur Bekämpfung der durch Agrarrohstoffe verursachten Abholzung, die Vertiefung des Engagements, die öffentliche Berichterstattung über die Fortschritte bei der Bekämpfung der risikobehafteten Abholzung sowie die Erhöhung der Investitionen in naturbasierte Lösungen. (kb)

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