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Franklin Templeton erkennt Hoffnungsschimmer im deutschen Markt

Dem kalifornischen Fondsriesen gelang hierzulande ein Etappensieg: Erstmals seit Jahren flossen dem Haus unter dem Strich Mittel zu. Dem Asset Manager spielten die Übernahme von Legg Mason sowie die Wende zu Value-Aktien in die Hände. Doch weltweit gesehen strömt immer noch Geld weg.

Stefan Bauer, Franklin Templeton
Stefan Bauer, Franklin Templeton: "Es ist das beste Jahr seit 2013."
© Christoph Hemmerich / FONDS professionell

Die Fondsgesellschaft Franklin Templeton hat in Deutschland im ersten Halbjahr unter dem Strich frisches Anlegergeld angezogen. Dies sagte Stefan Bauer, Deutschlandchef des US-Fondshauses, der "Börsen Zeitung". Demnach steht für die erste Hälfte von 2022 ein Nettomittelaufkommen von 700 Millionen Euro. "Es ist das beste Jahr seit 2013", sagte Bauer dem Blatt. "Wir konnten die guten Produkte und Strategien von sechs Investmentboutiquen, die mit dem Kauf von Legg Mason seit 2020 zu Franklin Templeton gehören, hierzulande prima vermarkten."

In den vorangegangenen Jahren hatte das Haus in Deutschland überwiegend Abflüsse erlitten – mit Ausnahme von 2017, als 200 Millionen Euro hinzugingen. Die Spitze der Abzüge wurde 2018 erreicht, als 2,5 Milliarden Euro abflossen. Der Wende im deutschen Markt steht bei Franklin Templeton insgesamt jedoch noch ein anderer Trend entgegen. Das Haus ringt weltweit nach wie vor mit erheblichen Mittelabzügen. Im ersten Halbjahr summierten sich die Abflüsse unter dem Strich auf 31,5 Milliarden US-Dollar (32,7 Mrd. Euro). Das Haus mit Sitz im kalifornischen San Mateo verwaltete per Ende Juni 1,38 Billionen Dollar

Von London nach Frankfurt
Die Trendumkehr in Deutschland führte Bauer auf die Übernahme von Legg Mason zurück. Das übernommene Geschäft habe sich zwar nur auf eine Milliarde Euro summiert. Doch sei es dem Vertriebsteam gelungen, das Neugeschäft zu verdreifachen und das verwaltete Vermögen zu verdoppeln. Der Deutschlandchef bezifferte das hierzulande verwaltete Vermögen auf mehr als 30 Milliarden Euro. Ohne das durch den russischen Angriff gegen die Ukraine ausgelöste Börsenbeben wäre das Neugeschäft noch besser ausgefallen, zeigte sich Bauer gegenüber der "Börsen Zeitung" überzeugt. Aber auch die Wende der Anleger von Wachstums- zu Substanztiteln habe das Ergebnis beflügelt.

Weiterhin räumte der kalifornische Asset Manager den einzelnen Ländern mehr Entscheidungsbefugnis über ihr lokales Geschäft ein. Für Deutschland heißt das, dass große Teile der Wertschöpfungskette aus London nach Frankfurt verlagert werden sollen, so Bauer. Dies betrifft neben den Rechts- und Compliance-Abteilungen auch das Investmentteam. So sei ein Spezialist für Immobilienstrategien eingestellt worden. Auch der Vertrieb von Indexfonds sei in Frankfurt gestärkt worden. Ein Sales-Profi für alternative Investments solle noch hinzukommen. (ert)

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