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Franklin Templeton: Enkelin des Gründers übernimmt Konzernleitung

Die Führung von Franklin Templeton liegt in der Hand der Familie des Franklin-Gründers Rupert Johnson. Nun kam es zu einem Wechsel: Der bisherige Vorstandschef Gregory Johnson übergibt das Ruder an seine Schwester Jennifer.

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Jennifer Johnson, Franklin Templeton
© Franklin Templeton

Bei der Fondsgesellschaft Franklin Templeton rückt Jennifer Johnson an die Spitze. Sie übernimmt den Vorstandsvorsitz und den Posten der Präsidentin von Franklin Resources, der börsennotierten Gesellschaft hinter dem Asset Manager. Johnson folgt auf ihren Bruder Gregory. Dieser bleibt weiterhin Verwaltungsratschef des Konzerns. Die bislang gepflegte Personalunion aus Vorstands- und Verwaltungsratsvorsitz wird damit aufgegeben. Der offizielle Stabwechsel soll zur Hauptversammlung im Februar 2020 erfolgen.

Jennifer und Gregory Johnson sind die Enkel von Rupert Johnson, der die Investmentfirma Franklin im Jahre 1947 gründete. Im Jahr 1992 übernahm Franklin die Gesellschaft des Starinvestors Sir John Templeton. Aus diesem Zusammenschluss entstand das heute bekannte Haus Franklin Templeton. Das Unternehmen ist zwar an der Börse notiert, dennoch hält die Johnson-Familie noch immer einen erheblichen Anteil.

Für die Zukunft positionieren
"Jennys Ernennung ist die natürliche Entwicklung ihrer bisherigen Position", lässt sich der bisherige Firmenchef Gregory Johnson in einer Mitteilung zitieren. Die Ernennung spiegele zudem ihre erzielten Erfolge sowie das Vertrauen des Verwaltungsrats in ihre Fähigkeiten wider, das Unternehmen strategisch geschickt für die Zukunft zu positionieren.

Die Fondsgesellschaft hatte in den vergangenen Jahren mit Mittelabzügen durch Anleger zu kämpfen. Derzeit verwaltet das Haus mit Hauptsitz im kalifornischen San Mateo rund 690 Milliarden US-Dollar. Der Anbieter versucht, mit verschiedenen Initiativen und Umbauten den Trend umzukehren und neue Mittel anzulocken.

Frauenpower bei Fondsanbietern
Jennifer Johnson hatte Berichten zufolge schon als Teenager in den Sommerferien in dem Konzern gearbeitet. 1988 war sie, der Familientradition folgend, in das Unternehmen eingestiegen. Sie hatte mehrere Geschäftsbereiche geleitet und unter anderem den Schritt des Hauses in das Feld der börsengehandelten Indexfonds (ETFs) mit verantwortet. Zudem lotete sie aus, welche Möglichkeiten sich durch die Datenanalysen und die Kooperation mit Fintechs ergeben könnten. Zuletzt hatte sie die operative Leitung des Gesamtgeschäfts von Franklin Templeton inne.

Johnson zählt nunmehr zu einer Reihe von Frauen, die in den vergangenen Jahren die Führungsposition bei internationalen Fondsgesellschaften eingenommen haben. So hatte etwa beim US-Haus Fidelity mit Abigail Johnson die Enkelin des Firmengründers die Leitung übernommen. Abigail Johnson – eine andere Johnson-Sippe als die Franklin-Johnsons – ernannte wiederum die frühere M&G-Chefin Anne Richards zur Leiterin von Fidelity International, dem außerhalb Nordamerikas operierenden Asset Manager. (ert)

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