Das Fachmagazin für institutionelle Investoren

Geben Sie Ihren Benutzernamen und Ihr Passwort ein, um sich an der Website anzumelden:

Warum uns der Sektor „nicht-basiskonsumgüter“ in Europa gefällt

Ad

Der Indikator für das Verbrauchervertrauen in der Eurozone zeigt zunehmenden Optimismus. Gleichzeitig steigen auch die Reallöhne, und die Kreditaufnahme von Haushalten. Von diesem Trend dürfte der Sektor Nicht-Basiskonsumgüter kurzfristig profitieren.

Anzeige
| Märkte
twitterlinkedInXING

Frankfurt Trust: Inflation kann man nicht erzwingen

Die Maßnahmen der Zentralbanken wirken sich aktuell nur geringfügig auf die Inflationsentwicklung aus, sagt Ralf Ahrens, Leiter Fixed Income bei Frankfurt Trust. Sollte es künftig jedoch einen nachhaltigen Inflationsanstieg geben, spräche dies für eine Neubewertung der Anleihemärkte.

fotolia_56014499_subscription_xl.jpg
Die Drohung "und bist Du nicht willig ..." funktioniert beim Thema Inflation eher nicht – laut Ralf Ahrens, Leiter Fixed Income beim Fondsanbieter Frankfurt Trust sollten sich Marktteilnehmer entsprechend positionieren.
© stockpics / Fotolia

Inflation ist keine Frage des Willens – und die Macht der Zentralbanken ist in diesem Punkt aktuell sehr begrenzt, sagt Ralf Ahrens, Leiter Fixed Income beim Fondsanbieter Frankfurt Trust. "Solange die Fiskalpolitik restriktiv ist, die private Nachfrage niedrig bleibt und die Löhne nicht nachhaltig steigen, bleibt wahrscheinlich auch die Inflation moderat", so Ahrens. Das sage er vor allem mit Blick auf die Eurozone und Japan. Sollte es künftig einen deutlichen und nachhaltigen Anstieg der Inflation geben, spräche dies in jedem Fall für eine Neubewertung der Anleihemärkte. 

Wie schlecht dieses Szenario tatsächlich für den Rentenmarkt sei, hänge vor allem davon ab, ob die Geldpolitik bis dahin schon weitgehend normalisiert worden ist, so Ahrens. Sollte etwa die Handlungsfähigkeit der Europäischen Zentralbank (EZB) durch Maßnahmen zur Stabilisierung der Eurozone eingeschränkt sein, könnte die Inflation davonlaufen und zu einem Kursrutsch bei Anleihen führen. "Besser wäre es, wenn die Zentralbanken frühzeitig mit moderat restriktiven Maßnahmen reagieren könnten", sagt Ahrens.

Geldpolitik treibt die Bewertungen nach oben
Hauptauswirkung der unkonventionellen Geldpolitik der Zentralbanken ist laut Ahrens die extrem hohe Bewertung sämtlicher Anlageklassen an den globalen Kapitalmärkten: "Bei Anleihen ist das aufgrund der mageren Verzinsung ganz offensichtlich. Ich bin mir aber sicher, dass auch die Preise von Aktien, Immobilien und Infrastruktur-Investments ohne die lockere Geldpolitik heute viel niedriger wären." Vor diesem Hintergrund sei es kaum vorstellbar dass Zentralbanken ihre Anleihebestände auf den Markt werfen. Das Volumen der Bilanzen werde vielmehr allmählich gesenkt, erwartet Ahrens. 

Anleiheinvestoren sollten Staatsanleihen Kerneuropas aktuell untergewichten, empfiehlt der Bondexperte. Stattdessen sollten sie eher Unternehmensanleihen mit kurzen und mittleren Restlaufzeiten kaufen. Sinnvoll sei es auch, einen Teil des Portfolios im High-Yield-Segment zu investieren. "Sollte das Negativszenario eines raschen Inflationsanstiegs in Kombination mit handlungsunfähigen Zentralbanken eintreten, wären auch inflationsgeschützte Anleihen sicherlich sehr interessant", sagt Ahrens. (fp)

twitterlinkedInXING

News

 Schliessen