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Frachtschifffahrt entkommt der Flaute

Das Transportaufkommen über die weltweiten Seewege war kurz nach Beginn der Corona-Krise stark zurückgegangen. Mit einer zwischenzeitlichen Belebung der Containerverkehre steigen auch die Charterraten.

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© chrisberic / stock.adobe.com

Containerreedereien freuen sich über sich füllende Auftragsbücher und besser ausgelastete Schiffe. Ihr Transportaufkommen war während der vergangenen Monate stark zurückgegangen, als das Wirtschaftsleben weltweit stark eingeschränkt wurde, um Corona abzuwehren. "Die Volumina sind schneller zurückgekommen als gedacht", zitiert die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" (FAZ) Søren Skou, Vorstand der weltmarktführenden Reederei Møller-Mærsk. Auch die einstweilen wieder ansteigenden Zahlen von Corona-Infektionen scheinen dem Aufschwung bisher nichts anzuhaben.

Nachdem das dritte Quartal besser als gedacht verlief, hebt der Schifffahrtskonzern seine Gewinnprognose fürs Gesamtjahr von zuletzt sechs bis sieben Milliarden auf 7,5 bis acht Milliarden US-Dollar an. Grund dafür ist jedoch nicht allein die Aufhellung des Markts, Mærsk verfolgt auch eine Markenkonsolidierung, die 2.000 Arbeitsplätze kosten wird, schreibt die FAZ.

Schifffahrtsbranche schöpft Hoffnung
Von einer wieder ansteigenden Nachfrage berichtet auch die Hamburger Reederei Hapag-Lloyd. Das Transportaufkommen würde nach aktueller Einschätzung im laufenden Jahr nur noch um 4,1 anstatt um 10,6 Prozent wie noch im April angenommen schlechter als das Vorjahr ausfallen, berichtet die FAZ unter Bezugnahme auf Hapag-Lloyd-Chef Rolf Habben Jansen. Für kommendes Jahr rechne Jansen sogar mit einem Zuwachs von 5,7 Prozent.

Treiber der Entwicklung sei China, dessen Wirtschaft im September sowohl bei den Einfuhren als auch bei den Ausfuhren ein zweistelliges Wachstum gegenüber September 2019 hingelegt habe. Das spiegle sich in der Entwicklung der Frachtraten wider, die sich laut Shanghai Containerized Freight Index in den vergangenen sechs Monaten verdoppelt haben. Die Entwicklung kommt auch Schiffsinvestoren zu Gute, die ihre Schiffe an die großen Reedereien verchartern. Weil die am Markt verfügbare Tonnage rückläufig ist, steigen die Charterraten. (tw)

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