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Fondsmanager halten so viel Cash wie seit 9/11 nicht mehr

Fondsmanager erwarten im Zuge der Corona-Pandemie eine Rezession. Daher haben sie ihre Portfolios entsprechend ausgerichtet und die Cash-Quote auf den höchsten Stand seit über 18 Jahre gesetzt, wie eine Umfrage der Bank of America Merrill Lynch zeigt

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Die Corona-Krise hat die Stimmung unter Fondsmanagern stark verdüstert. 93 Prozent dieser professionellen Anleger gehen von einer Wirtschaftsrezession in diesem Jahr aus. Infolge dessen haben sie die Cash-Bestände in ihren Portfolios um 0,8 Prozentpunkte auf durchschnittlich 5,9 Prozent erhöht – das ist der höchste Werte seit den Terrorattacken vom 11. September 2001, wie die aktuelle Umfrage der Bank of America Merrill Lynch (BofA) unter Fondsmanagern ergab.

Damit geht einher, dass die Allokation in Aktien auf dem niedrigsten Stand seit März 2009 ist. Nach Angaben der 207 befragten Manager, die insgesamt 597 Milliarden US-Dollar (545 Mrd. Euro) an Kundenvermögen verwalten, haben 27 Prozent Dividendentitel in ihren Portfolios untergewichtet. Wenn sie Aktien halten, bevorzugen viele "defensive Titel" aus den Bereichen Gesundheit, Energieversorgung oder Konsumgüter. Insgesamt stellen sich die Portfoliolenker also auf einen längeren Bärenmarkt ein.

Furcht vor weitere Pandemie-Welle
Die größte Sorge der Profi-Investoren ist dabei eine zweite Corona-Welle. 59 Prozent der Befragten gaben das als das sogenannte "biggest tail risk" an, gefolgt von einem weltweiten Kreditereignis – also dass Darlehen und Anleihen nicht mehr zurückgezahlt werden können mit entsprechenden Auswirkungen auf Gläubiger sowie Banken.

Die Fondsmanager haben auch eine klare Meinung, wie die Krise für die Wirtschaft und die Märkte verlaufen wird. 52 Prozent der Umfrageteilnehmer gehen davon aus, dass das Konjunkturmuster eine "U-Form" haben wird: Es werde also nicht direkt und steil wieder nach oben gehen, sondern langsamer und in Schritten. (jb)

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