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Fondsmanager befürchten Bärenmarkt-Rallye

Asset Manager bezweifeln, dass die Markterholung von Dauer ist, zeigt eine Umfrage der Bank of America. Sie fürchten vor allem eine zweite Viruswelle – und positionieren sich entsprechend.

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© imageteam / stock.adobe.com

Auch wenn sich viele Investoren über die jüngsten Kurserholungen freuen: Viele Fondsmanager betrachten den Aufwärtstrend dagegen mit Skepsis. Darauf deutet eine Umfrage der Bank of America unter 223 internationalen Fondsmanagern hin, über die die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" (FAZ) berichtet. Gut zwei Drittel der Fondsprofis geht demnach davon aus, dass es sich bei der jüngsten Erholung an den Aktienmärkten nur um eine Bärenmarkt-Rally handelt. Sie erwarten also einen erneuten Absturz. Nur ein Viertel der Befragten sieht sich momentan in einem Bullenmarkt mit nachhaltig steigenden Kursen.

Auch die Optimisten unter den Fondsmanagern gehen nicht davon aus, dass sich die Wirtschaft rasch wieder vom Corona-Schock erholt. Gerade einmal zehn Prozent rechnen mit einer V-förmigen Erholung. Drei Viertel der Umfrageteilnehmer erwarten dagegen einen Konjunkturverlauf in Form eines U oder eines W, also eine etwas längere Durststrecke oder einen Aufschwung, auf den zunächst ein weiterer Einbruch folgt.

Anleihequote auf Krisenniveau
Die meisten Anlageprofis befürchten, dass eine zweite Viruswelle die Märkte erneut abstürzen lässt. Rund die Hälfte der Befragten betrachtet dieses Szenario als größtes Risiko. Als wichtigsten Katalysator für eine rasche Wirtschaftserholung nannten sie auf der anderen Seite einen Durchbruch bei einem Corona-Impfstoff. Die Fondsmanager wurden auch danach gefragt, welche strukturellen Veränderungen sie in der Welt nach der Pandemie erwarten. Ergebnis: eine Rückverlagerung von Lieferketten (zwei Drittel), Protektionismus (44 Prozent) und höhere Steuern (42 Prozent).

Der Pessimismus der Vermögensprofis spiegelt sich in ihren Anlageportfolios wider. Sie halten derzeit im Schnitt 5,7 Prozent Cash. Damit ist der Barmittel-Bestand zwar von April bis Mai um 0,2 Prozentpunkte gefallen. Im April hatte er aber mit 5,9 Prozent auf dem höchsten Wert seit den Terroranschlägen vom 11. September 2001 gelegen. Die aktuelle Cash-Quote ist also immer noch extrem hoch.

Der Barmittel-Schnitt der vergangenen Jahre liegt laut FAZ bei 4,7 Prozent. Darüber hinaus haben diese Investoren defensive Titel über- und zyklische Werte untergewichtet. Auch das ist ein Ausdruck von Risikoscheu. So investieren sie etwa so stark in Anleihen wie seit Mitte des Krisenjahres 2009 nicht mehr. (fp)

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