Das Fachmagazin für institutionelle Investoren

Geben Sie Ihren Benutzernamen und Ihr Passwort ein, um sich an der Website anzumelden:

News Übersicht

| Märkte
twitterlinkedInXING

FMA: verwaltete Fondsvermögen um 10,6 Prozent im 1. Quartal gesunken

Wie der FMA-Bericht Asset Management im 1. Quartal 2020 zeigt, hinterließ die Covid-19-Pandemie tiefe Spuren; das verwaltete Fondsvermögen schaltete den Rückwärtsgang ein und ist per 31. März 2020 um 10,6 Prozent auf 174 Milliarden Euro in Österreich gesunken.

mller_eduard_klein_quer.jpg
FMA-Vorstand Eduard Müller
© FMA

Von dem Rückgang der Fonds-Assets um 20,7 Milliarden Euro waren rund 2,2 Milliarden Euro auf Nettomittelabflüsse und der Rest auf Kurswertverluste zurückzuführen. Gegliedert nach Anlagestrategie waren die Verluste bei den 328 Aktienfonds mit -26,0 Prozent (auf 24,4 Milliarden Euro), bei den 1.114 Mischfonds mit -8,4 Prozent (auf 76,5 Milliarden Euro) sowie den 435 Rentenfonds mit -8,1 Prozent (auf  57,1 Milliarden Euro) am höchsten.

Gut hielten sich in dieser schwierigen Situation die 53 kurzfristigen Rentenfonds mit -1,8 Prozent (5,9 Milliarden Euro), die 18 Immobilienfonds mit +0,3 Prozent (9,4 Milliarden Euro)  sowie die 33 Private Equity Fonds (0,6 Milliarden Euro), und die 39 sonstige Fonds ( 0,4 Milliarden Euro), die in etwa gleichgeblieben sind. Dies geht aus dem heute veröffentlichten „FMA-Bericht Asset Management im 1. Quartal 2020“ hervor.

Nettomittelabfluss von Q1 im April bereits größtenteils wieder aufgeholt
„Insbesondere der Monat März, indem eine Reihe von EU-Staaten – so auch Österreich - einen Shut Down des Wirtschafts- und Gesellschaftslebens verordnet haben, löste an den Börsen Turbulenzen aus, die die Asset Manager vor große Herausforderungen stellten,“ so der Vorstand der FMA, Helmut Ettl und Eduard Müller: „Das von der FMA gegen Ende des Quartals verhängte, zeitlich befristete Short-Selling-Verbot in Aktien, die an der Wiener Börse notieren, unterband überschießende spekulative Leerverkaufsattacken auf heimische Aktien und trug so wesentlich zur Beruhigung der Märkte bei. Bereits im April konnte der Nettomittelabfluss des Vormonats großteils wieder aufgeholt werden.“

Weniger Kapitalanlagegesellschaften, mehr Alternative Investment Fonds Manager
Zum Stichtag waren in Österreich 14 Kapitalanlagegesellschaften (KAG) und 51 Alternative Investmentfonds Manager (AIFM) zugelassen, die zum einen 917 „Organismen zur gemeinsamen Veranlagung in Wertpapieren“ (OGAW) aufgelegt hatten, zum anderen 1.103 
Alternative Investmentfonds (AIF). Die Gesamtzahl der Fonds erhöhte sich im 1. Quartal um einen Fonds. 

Während damit die Zahl der KAGs seit 2014 um zehn zurückgegangen ist, ist die Zahl der AIFM im gleichen Zeitraum um elf gestiegen. Die Zahl der inländischen OGAW ist im gleichen Zeitraum von 1.100 auf 917 zurückgegangen, die der AIF von 1.052 auf 1.103 gestiegen. 13 KAG und fünf Immo-KAG haben die AIFMG-Konzession zusätzlich und sind so auch als AIFM tätig. Fünf Anbieter sind allein auf Basis einer AIFMG-Konzession tätig, 28 sind als AIFM lediglich registriert. Neun sind überdies als Verwalter von Europäischen Risikokapitalfonds (EuVECA) zugelassen.

155 mehr zum Vertrieb in Österreich zugelassenen Fonds
Aus dem Europäischen Wirtschaftsraum (EWR) waren Ende des 1. Quartals 7.495 OGAW (+80) und 1.518 AIF (+75) zum Vertrieb in Österreich notifiziert. Damit ist die Zahl der Fonds aus dem europäischen Ausland, die zum Vertrieb in Österreich zugelassen sind, im laufenden Jahr um 155 angestiegen. Nach Herkunftsländern sind dabei insbesondere Luxemburg, Irland, Großbritannien, Deutschland und Frankreich hervorzuheben. (kb)

twitterlinkedInXING

News

 Schliessen

Mit der Nutzung dieser Website stimmen Sie der Verwendung von Cookies und unserer Datenschutzerklärung zu. Mehr erfahren