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Die neue Normalisierung

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Seit 2009 haben die Zentralbanken ihre Bilanzen auf beispiellose Art aufgebläht. Angesichts des weltweit verbesserten Wirtschaftsumfelds hat die Notwendigkeit einer „Normalisierung“ – Anhebung der Zinsen und Reduzierung der Bilanzen – zu einer vierten Welle des Tapering geführt.

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Fisch AM: Wandelanleihen bieten attraktives Einstiegsniveau

Wandelanleihenmärkte profitieren 2017 stark von der Aktienkomponente. Die Implizite Volatilität liegt leicht unter dem langfristigen Durchschnitt. Laut Fisch Asset Managements Stephanie Zwick sind Convertible Bonds derzeit empfehlenswert.

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Wandelanleihen-Investoren können mit der bisherigen Jahresperformance zufrieden sein. Je nach Strategie, von defensiv bis offensiv, weisen Wandler-Portfolios per Mitte August zwischen knapp drei und vier Prozent Rendite aus. Über diese Entwicklung berichtet Fisch Asset Management. Bedingt seien die Kurszuwächse vor allem durch die Aktienkomponente. Im überwiegenden Jahresverlauf gab es starken Rückenwind durch die Aktienmärkte, während nur im Juni von dieser Seite auch einmal größerer Gegenwind zu spüren war. „Hier half der Schutzmechanismus der Wandelanleihen, Verluste in Grenzen zu halten, so wie wir es von diesem Instrument erwarten“, so Stephanie Zwick (Bild links), Leiterin des Convertible Bond Teams bei Fisch Asset Management in Zürich.

Zum aktuellen Marktverlauf meint Zwick: „Die globalen Wandelanleihenmärkte profitierten im Juli von steigenden Aktienmärkten, wobei die Wertentwicklung auf regionaler Basis recht unterschiedlich verlief. Nordamerika und Asien entwickelten sich deutlich erfreulicher als Europa und Japan, die jeweils nur vergleichsweise geringe positive Erträge erzielten. Ein übergreifendes Thema war im Monatsverlauf die relative Stärke des Euro gegenüber dem US-Dollar. Insbesondere für exportorientierte, zyklische Industriewerte aus Europa erwies sich diese Entwicklung als Klotz am Bein. Ganz oben in der Performancetabelle standen hingegen Kommunikation und Technologie. Letzterer Sektor konnte sich nach einem eher schwachen Juni deutlich erholen.“

Volatilität nur am ersten Blick niedrig
Obwohl sich die Volatilität an den Aktienmärkten – bis zur Nordkorea-Krise im August – nahe historischer Tiefstände bewegte, gab es zum Teil enorme Ausschläge auf Einzeltitelebene. Grund dafür war oftmals die Veröffentlichung der Quartalszahlen, die die Gesamtperformance des Monats entscheiden konnte. „Wenn die Erwartungen der Analysten und Anleger übertroffen oder enttäuscht wurden, führte dies vielfach zu überproportionalen Bewegungen in den zugrundeliegenden Aktien- und Wandlerkursen. Insgesamt überwiegten bisher die positiven Unternehmensmeldungen, wobei zum Beispiel Gewinnmitnahmen dennoch zu kurzfristigen Kursabschlägen führen konnten. Generell bewegt sich der Wandelanleihenmarkt derzeit auf einem attraktiven Einstiegsniveau. Denn die implizite Volatilität liegt leicht unter dem langfristigen Durchschnitt von 30. Wir sehen insbesondere bei zyklischen europäischen Werten Chancen und sind in unseren Portfolios dort übergewichtet. Auch Technologiewerte sehen wir positiv“, sagt Zwick.

Flows sollten in Convertible Bonds gehen
Die Wandelanleihen-Expertin erwartet eine Tendenz zu politischen Börsen und damit zu stärkeren Ausschlägen an den Aktienmärkten. Der USA-Nordkorea-Konflikt zeige bereits, dass rasch Nervosität einkehren kann. Doch aufgrund der positiven globalen Konjunktur bleibt Zwick optimistisch. Auch die geringe Zinssensitivität der Wandler sei ein Argument für diese Anlageklasse. Steigende Zinsen und höhere Volatilität an den Aktienmärkten dürften zudem dazu führen, dass Anleger Teile ihrer Aktieninvestments in Wandelanleihen umschichten. Auch in punkto Neuemissionen sollte die Aktivität zunehmen, da steigende Zinsen den Wandelanleihenmarkt als Refinanzierungsquelle verstärkt in den Fokus der Emittenten rücken. "Alles in allem erscheint eine konvexe Positionierung mittels Wandelanleihen im momentanen Umfeld sinnvoll“, schließt Zwick. (aa)

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