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Warum uns der Sektor „nicht-basiskonsumgüter“ in Europa gefällt

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Der Indikator für das Verbrauchervertrauen in der Eurozone zeigt zunehmenden Optimismus. Gleichzeitig steigen auch die Reallöhne, und die Kreditaufnahme von Haushalten. Von diesem Trend dürfte der Sektor Nicht-Basiskonsumgüter kurzfristig profitieren.

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FIRM verleiht Preis für Dissertation über Liquidität an Anleihemärkten

Das Frankfurter Institut für Risikomanagement und Regulierung (FIRM) zeichnete Philipp Schuster für seine Dissertation über die Liquidität an den Anleihemärkten aus.

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Die Preisträger Nils Detering, Philipp Schuster und Josef Korte zusammen mit Laudator Wolfgang Kirsch

Unter der Schirmherrschaft des Hessischen Ministers für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Landesentwicklung, Tarek Al Wazir, hat das Frankfurter Institut für Risikomanagement und Regulierung (FIRM) am 30.06.2016 den Forschungspreis 2016 an Philipp Schuster vergeben.

Die Auszeichnung von FIRM ist deutschlandweit der erste Preis, der für wirtschaftswissenschaftliche Forschungsarbeiten in den Themenfeldern Risikomanagement und Regulierung einschließlich Compliance von Finanzinstituten vergeben wird. 

Preisgelder für Forscher und betreuende Lehrstühle 

Schuster konnte sich mit seiner am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) abgeschlossenen Dissertation „Liquidity in Bond Markets“ durchsetzen, in der er die Liquidität von Anleihemärkten analysiert. Sowohl der Preisträger als auch der betreuende Lehrstuhl für Financial Engineering und Derivate unter der Leitung von Marliese Uhrig-Homburg erhielten als Preisgeld jeweils 15.000 Euro. „Die Arbeit vergleicht in sehr überzeugender Weise die Qualität verschiedener Liquiditätsmaße. Dazu nutzt sie einen sauber konstruierten Modellrahmen, mit dem der Einfluss von Laufzeit, Transaktionskosten und Investorenverhalten auf Handelsvolumina und Anleihepreise analysiert werden kann“, sagte Jury-Vorsitzender Günter Franke, Professor für Internationales Finanzmanagement i.R. an der Universität Konstanz und Co-Beiratsvorsitzender von FIRM.

Auch Josef Korte und Nils-Christian Detering ausgezeichnet

Mit einem Preisgeld von 5.000 bzw. 1.000 Euro wurden auch Josef Korte und Nils-Christian Detering sowie die betreuenden Lehrstühle ausgezeichnet. Korte von der Goethe-Universität Frankfurt untersucht in seiner von Mark Wahrenburg betreuten Dissertation in prägnanter Weise die Wirkung einer verschärften Bankaufsicht auf das Risikoverhalten von Banken. In der Dissertation „Four Contributions to Quantitative Financial Risk Management“, betreut von Natalie Packham und erstellt an der Frankfurt School of Finance and Management, beschäftigt sich Detering mit aktuellen Fragestellungen des Risikomanagements von Finanzdienstleistern. Ein Hauptfokus der Arbeit liegt auf der Messung von Modellrisiken.

Anforderungen an Risikomanagement steigen 

Der von FIRM verliehene Forschungspreis zielt darauf ab, maßgebliche Beiträge zum besseren Verständnis von Risikomanagement und Regulierung im Finanzdienstleistungssektor zu fördern. Bewerben konnten sich Verfasser wirtschaftswissenschaftlicher Dissertationen, die mit summa cum laude oder magna cum laude an einer deutschsprachigen Universität promoviert wurden. Unter den eingegangenen Bewerbungen wurden in einer ersten Begutachtungsrunde die drei Dissertationen mit den besten Bewertungen ausgewählt. Anschließend stellten die drei Verfasser in Montabaur im Rahmen der öffentlichen Forschungskonferenz von FIRM unter der Leitung von Günter Franke ihre Arbeiten vor und stellten sich einer kritischen Diskussion mit Vertretern aus der Finanzpraxis und Hochschulangehörigen.

Einzelrisiken und deren Betrachtung waren gestern, heute zählen systemische Risiken 

Wolfgang Kirsch, Vorsitzender des Vorstands der DZ BANK und Laudator bei der Verleihung des FIRM-Forschungspreises 2016, betonte die zunehmende Komplexität von Risiken: „Bis 2007 hatten wir es vorrangig mit der Bewertung und dem Management von Einzelrisiken zu tun, für sich betrachtet durchaus kalkulierbar. In der Finanzkrise wurde die existenzielle Bedeutung des Liquiditätsrisikos wieder sichtbar und damit auch die Sinnhaftigkeit der Goldenen Bankregel. Als unmittelbare Folge der Finanzkrise sind wir heute nicht mehr nur mit den klassischen Einzelrisiken konfrontiert, sondern haben es mit neuen, systemischen Risiken zu tun, die wir in ihrem Zusammenspiel noch gar nicht recht erfassen können. Dazu tragen inzwischen massiv auch Geldpolitik und Regulierung und in diesen Tagen auch noch eine besondere Anhäufung geopolitischer Risiken bei.“ 

Um die Bedeutung einer hochwertigen Interaktion von Finanzpraxis und Finanzforschung an der Hochschule zu verdeutlichen, zählten auch Bernd Weber, Universität Bonn, und Kai Franzmeyer von Resolution Management zu den Referenten der FIRM-Forschungskonferenz. (kb)

 

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