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Felix Zulauf erwartet einen strukturellen Bärenmarkt

In einem Bloomberg-Interview zeigte sich der Investor und Consulter Felix Zulauf, CEO von Zulauf Consulting, überaus pessimistisch für die Entwicklung der weltweiten Aktienmärkte für die nächsten zwei bis drei Jahre.

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Felix Zulauf, CEO von Zulauf Consulting: "Wenn Gewinnrevisionen einsetzen und die Gewinnprognosen korrigiert werden, geht es mit den Aktienmärkten nach unten."
© Zulauf Consulting

Zulauf würde derzeit nur als Scalper, also als ausgesprochen kurzfristig agierender Trader, Aktien kaufen. Die jüngsten Rücksetzer sieht er nicht als geeignet an, um als Investor mit einem Anlagehorizont von Wochen oder Monaten, geschweige denn als Langfristinvestor einsteigen zu können: "Ich meine, dass das der Beginn eines strukturellen Bärenmarktes ist, der aber gänzlich anders als 2008 verlaufen wird", sagt der Schweizer im Bloomberg-Interview.

Gemanagte, lang andauernde Abwärtsbewegung mit immer tieferen Zwischentiefs 
Er geht von einer von den Institutionen wie der Fed gemanagten Abwärtsbewegung aus, die  nicht wie 2008 wasserfallartig verlaufen unnd in einem Jahr abgeschlossen sein werde. Vielmehr werde es zu Einbrüchen von 20 bis 25 Prozent kommen, worauf dann Eingriffe erfolgten, die die Kurse wieder nach oben brächten, ehe wiederum ein Rückschlag einsetze, der tiefere Kurs als zuvor mit sich bringe, und so fort.  

Trader haben Chancen, ETF-Inhaber nicht
Gut sei dieses Umfeld nur für Trader, die sowohl auf der Long- als auch der Short-Seite Gewinne einfahren würden. Besonders schlecht wirke sich so ein Umfeld aber für passive Investoren aus, die für mehrere Jahre negative Renditen zu erwarten hätten.

Von der Peripherie ins Zentrum 
Im Interview merkte Zulauf an, dass die Frühindikatoren überall eine Abschwächung der Wirtschaftsentwicklung, insbesondere in China, zeigten und dass früher oder später auch die Gewinne nach unten revidiert würden. Als erstes seien die schwachen Märkte, wie Argentinien, Südafrika, Brasilien und die Türkei eingebrochen, doch arbeite sich die Krise ins Zentrum vor. 

Hohe Unternehmensgewinne täuschen
Von den Gewinnen der US-Unternehmen solle man sich täuschen zu lassen, so Zulauf weiter. Auf diesen könne man keine Anlagestrategie begründen, diese sähen am Hoch immer exzellent aus. Frühindikatoren für die Unternehmensgewinne zeigten überall mit Ausnahme der USA nach unten. 

Fed als Zentralbank des Weltfinanzsystems
Infolge der Straffung der Geldpolitik um 50 Milliarden US-Dollar im Monat beziehungsweise 600 Milliarden US-Dollar im Jahr verringere sich die Liquidität nicht nur in den USA, sondern weltweit. Schließlich seien die USA nicht nur die amerikanische Zentralbank, sondern jene des Weltfinanzsystems. (kb)

 

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