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„Fed-Put“ und „Trump-Put“: Candriam empfiehlt Durchhalten

Investoren sollten nach Ansicht von Candriams Chefanlagestrategin, Nadège Dufossé, weiterhin in den Schwellenländern engagiert bleiben. Dafür sprechen vor allem die vernünftige Aktienbewertung sowie eine Kombination aus „Fed-Put“ und „Trump-Put“.

Nadège Dufossé, Chefanlagestrategin beim Vermögensverwalter Candriam
Nadège Dufossé, Chefanlagestrategin beim Vermögensverwalter Candriam
© Candriam

Trotz zunehmender politischer und wirtschaftlicher Risiken in den Emerging Markets sollten Investoren ihre Positionen nicht schließen, empfiehlt Nadège Dufossé, Head of Asset Allocation bei Candriam. Diese Spannungen bestehen vor dem Hintergrund eines gedämpften Welthandels und gedämpfter Fertigungsaktivitäten und lassen besonders in Asien die Abwärtsrisiken ernster werden. Zwar zeigten die jüngsten Wirtschaftsmitteilungen in China zum Besseren, bei anziehendem Verbrauch und steigenden Investitionen durch staatliche Unternehmen.

Allerdings würden neue Anhebungen der Zölle durch die USA, wenn sie umgesetzt werden, den Fertigungssektor noch mehr in Mitleidenschaft ziehen. Die Tweets von Donald Trump seien nach wie vor unberechenbar, eines aber sei gewiss: Unsicherheit und Unberechenbarkeit lasten auf den Investitionen und den Aussichten für das Wirtschaftswachstum. Gleichzeitig wird das zyklische Risiko durch die entgegenkommende Politik von Zentralbanken abgeschwächt.

Regierungen und Zentralbanken werden reagieren

 „In unserem Kernszenario wird die chinesische Regierung die Politik weiter lockern und wahrscheinlich eine gesteuerte Abwertung der Währung zulassen, um 2019-2020 rund sechs Prozent Wachstum zu erreichen“, prognostiziert Dufossé. Für Trump steige der Anreiz, ein Abkommen zu schließen, da der Termin für die Präsidentschaftswahl im kommenden Jahr näher rückt. „Deshalb sind wir nach wie vor der Auffassung, dass wir, solange Donald Trump die Belastbarkeit der US-Wirtschaft nicht überschätzt, von Absicherungen nach unten (Puts) in Form eines „Trump-Puts“ und eines „Fed-Puts“ profitieren dürften. Dies dürfte auch Asien und Schwellenländern weltweit helfen, den Boden zu finden.“

Neutrale Haltung zu EM-Aktien

In ihrer Asset-Allokation sei Candriam bei einer neutralen Haltung zu Aktien der Schwellenländer geblieben und würden sich darin stärker engagieren, wenn der Asset Manager bessere Erträge für das Risiko identifiziert habe. „Ein Zeichen, dass die Wirtschaft Chinas in der Lage ist, eine Bodenbildung zu erreichen und allmählich Wendesignale zu senden, würde es uns auch leichter machen, guten Gewissens ein höheres Engagement einzugehen“, kündigt Dufossé an.

Das auf Basis der im Jahr 2020 erwarteten Gewinne ermittelte derzeitige KGV beträgt für die Schwellenländer des MSCI weniger als elf. Selbst wenn die Gewinnerwartungen für die nächsten zwölf Monate nach unten korrigiert werden, seien deshalb in der Aktienrisikoprämie bereits viele Risiken enthalten.

Der Aktienmarkt ist von Jahresbeginn bis heute gesehen in einer Seitwärtsbewegung und schneidet im Vergleich zum US-Markt 15 Prozent schlechter ab. „Zudem haben wir unser Engagement in Schwellenländeranleihen (hauptsächlich in Hartwährungen) beibehalten, deren Carry zu den attraktivsten in unserem Anleihenuniversum gehört“, schließt Dufossé. (aa)

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