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Fed-Chef: Investoren müssen sich auf dauertiefe Zinsen einstellen

Die Leitzinsen in den Vereinigten Staaten werden wohl auf Jahre hinaus tief bleiben. Laut Notenbank-Chef Jerome Powell kommt die Konjunktur ohne massive geldpolitische Unterstützung sonst nicht in Schwung.

Jerome Powell, Chef der US-Notenbank Fed
Jerome Powell, Chef der US-Notenbank Fed
© Andrew Harrer / Bloomberg

Wer darauf gehofft hatte, dass die Leitzinsen nach der Covid-19-Pandemie rasch wieder angehoben werden, dürfte sich nach dem letzten Arbeitsmarktbericht der US-Notenbank eines Besseren belehrt sehen. Nachdem die Arbeitsmarktzahlen vorgestellt waren, sprach Fed-Chef Jerome Powell in einem Interview das schwierige Thema Zinsen an – und bereitete Rentenanleger auf eine lange Durststrecke vor: "Wir denken, dass die Konjunktur niedrige Zinsen benötigt, die die wirtschaftliche Aktivität für einen längeren Zeitraum unterstützen", sagte er laut einem Bericht im "Handelsblatt".

In der Corona-Krise hat die Fed den Leitzins in den Vereinigten Staaten auf eine Spanne zwischen null und 0,25 Prozent gesenkt. Auf diesem Niveau dürfte er bis auf Weiteres verharren. Der Zeitraum, in dem die US-Wirtschaft Unterstützung durch niedrige Zinsen benötigt, wird laut Powell jedenfalls nicht in Monaten gemessen, sondern in Jahren. Bereits vor den jüngsten Äußerungen des Fed-Chefs hatte die Notenbank signalisiert, vorerst an der aktuellen Zinsspanne festhalten zu wollen.

Erholung verliert an Schwung
Zum US-Arbeitsmarkt sagte Powell: "Ich würde sagen, dass der heutige Arbeitsmarktbericht ein guter war." Die Erholung von der Pandemie-bedingten Entlassungswelle verliert allerdings sichtlich an Schwung. Im August wurden außerhalb der Landwirtschaft 1,37 Millionen Stellen geschaffen. Ökonomen hatten mit 1,4 Millionen gerechnet. Im Juli waren noch 1,7 Millionen neue Jobs entstanden, im Juni sogar 4,8 Millionen. Zugleich fiel allerdings die – getrennt ermittelte – Arbeitslosenquote deutlicher als erwartet, nämlich von 10,2 auf 8,4 Prozent. (fp)

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