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Facebook streicht Kryptopläne zusammen

Eigentlich stand Diem kurz vor dem internationalen Start. Wegen des enormen regulatorischen Widerstandes soll die von Facebook initiierte Digitalwährung jetzt aber in deutlich kleinerem Rahmen starten.

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© Brad Pict / stock.adobe.com

Knapp zwei Jahren ist es her, dass der Social-Media-Riese Facebook seinen Vorstoß in die Welt der Kryptowährungen gestartet hat. Mit der Kryptowährung Libra, die inzwischen Diem heißt, wollte das Unternehmen aus der Schweiz heraus ein globales Kryptogeld lancieren. Dieser Plan ist nun vorerst gescheitert, wie das Newsportal Heise.de berichtet. In der Nacht zum vergangenen Donnerstag (13. Mai) verkündete die Diem Association, sich aus der Schweiz zurückziehen, obwohl das Projekt bereits kurz vor der Bewilligung stand. Die als internationales Projekt geplante Kryptowährung soll nun nur noch auf dem US-Markt lanciert werden.

Eigentlich sollte das neue digitale Zahlungsmittel auf mehreren internationalen Währungen wie dem Euro und dem US-Dollar basieren und durch Staatsanleihen abgesichert sein. Eine durch einen Währungskorb gedeckte digitale Devise wäre relativ wertbeständig und längst nicht so schwankungsintensiv wie etwa der Bitcoin. Genau aus diesem Grund rief die Facebook-"Stablecoin" bei Finanzexperten und Regulatoren teils heftige Kritik hervor. Sie warnten vor einem "Kolonialisierungsprojekt" und einer "systemischen Gefahr", wie Heise.de berichtet. Zahlungsdienstleister wie Mastercard, Visa und Paypal gingen auf Distanz.

An den US-Dollar gekoppelt
Der Widerstand hat Wirkung gezeigt. In Kooperation mit der kalifornischen Bank Silvergate Capital will die Diem Association künftig den "Diem USD" herausbringen. Die Digital-Devise soll statt an einen Währungskorb eins zu eins an den US-Doller gekoppelt sein. Die Europäische Zentralbank (EZB), die selbst an einem digitalen Euro werkelt, äußert immer wieder scharfe Kritik an den Plänen von Internetkonzernen wie Facebook. Die Unternehmen versuchten, etablierte Zahlungsdienstleister "durch ihre Kontrolle über soziale Medien, Online-Marktplätze und mobile Technologien zu umgehen", monierte jüngst EZB-Direktor Fabio Panetta. (fp)

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