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EZB warnt vor Inflations-Hysterie

Christine Lagarde appelliert an die Europäer, angesichts der steigenden Teuerungsraten nicht in Panik zu verfallen. Sie macht weitgehend vorübergehende Effekte verantwortlich.

EZB-Präsidentin Christine Lagarde
EZB-Präsidentin Christine Lagarde
© Alex Kraus / Bloomberg

Die Einschätzung der Europäischen Zentralbank (EZB) zum weiteren Verlauf der Inflation klingt nach vorsichtigem Optimismus. "Einige Einflussfaktoren dürften bald wieder verschwinden, etwa die preistreibenden Effekte, die sich aus gestörten Lieferketten ergeben oder aus der Rücknahme der Mehrwertsteuersenkung in Deutschland" äußerte sich EZB-Präsidentin Christine Lagarde gegenüber dem "Spiegel" über Gründe und Fortgang der Inflation. Diese Effekte, heißt es weiter, halte sie weitgehend für vorübergehend. Lagarde rechnet damit, dass die Teuerung im kommenden Jahr wieder sinken wird.  

Das ist seitens der EZB als Appell zu verstehen, nicht in Panik zu verfallen. Eine voreilige Straffung der Geldpolitik zum jetzigen Zeitpunkt könnte laut Lagarde die Genesung der Wirtschaft im Euroraum gefährden und Arbeitsplätze kosten, wie der "Spiegel" weiter berichtet. Als beruhigendes Szenario führte die EZB-Chefin gegenüber dem Blatt einen Vergleich der aktuellen Lage mit der Situation in Japan nach dem Tsunami 2011 an. Nachdem die Autohersteller damals anfangs fast vollständig von Nachschub abgeschnitten gewesen waren, gelang nach neun Monaten dank wiederhergestellter Lieferketten die Rückkehr in den Normalzustand. Auch heute würden Manager alles daransetzen, ihre Geschäfte wieder ins Laufen zu bringen.  

Steigende Inflationsraten
Die Zentralbank verfolgt weiterhin das Ziel, sicherzustellen, dass die Inflationserwartungen bei zwei Prozent verankert werden. Kurzfristig ist eine weiter steigende Inflation zu befürchten. Experten gehen davon aus, dass die Preissteigerungen in Deutschland zum Jahresende fünf Prozent erreichen könnten. (fp)

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