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EZB könnte im Juni langsameres PEPP-Tempo beschließen

Die Europäische Zentralbank (EZB) könnte im Juni zumindest ein wenig den Fuß vom geldpolitischen Gaspedal nehmen und auf die "finanziell günstigen Bedingungen" vertrauen, meint ein hochrangiges EZB-Ratsmitglied.

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© Tobias Arhelger / stock.adobe.com

Die Europäische Zentralbank könnte laut Ratsmitglied Martins Kazaks bereits im nächsten Monat beschließen, ihr Pandemie-Notkaufprogramm für Anleihen zurückzufahren, wenn sich die Lage der Wirtschaft in der Eurozone nicht verschlechtert. Darüber informiert Bloomberg.

Das Versprechen der EZB, die Finanzierungsbedingungen günstig zu halten, bleibe der Schlüssel, um zu bestimmen, wie viel Unterstützung die Eurozone zur Erholung brauche, sagte Kazaks, der die lettische Zentralbank leitet, in einem Interview. Während die nominalen Anleiherenditen in den letzten Wochen angestiegen sind, sind die inflationsbereinigten Renditen niedrig geblieben, seit die Geldpolitiker im März beschlossen hatten, das Tempo ihres Notkaufprogramms vorübergehend zu erhöhen.

“Wenn die finanziellen Bedingungen günstig bleiben, können wir im Juni entscheiden, weniger zu kaufen”, sagte Kazaks am Donnerstag. “Flexibilität ist das Kernstück von PEPP."

Italienische Staatsanleihen fielen den dritten Tag nach Kazaks’ Kommentaren, die zehnjährigen Renditen kletterten um einen Basispunkt auf 0,93 Prozent. Der Euro stieg 0,2 Prozent auf ein Tageshoch von $1,2089.

Weiterhin Unterstützung
Das Ratsmitglied, eines von 25 im EZB-Gremium, sagte, dass die Wirtschaft weit über das Ende der Pandemie hinaus signifikante geldpolitische Impulse benötigen werde. Diese würden derzeit durch das PEPP, negative Zinssätze und gezielte langfristige Kredite, die die Kreditkonditionen der Banken für Unternehmen und Haushalte niedrig halten, bereitgestellt.

Kazaks’ Argumentation legt nahe, dass ein weiterer Anstieg der Marktzinssätze in den kommenden Wochen und Monaten nicht notwendigerweise weitere Unterstützung durch die EZB auslösen muss. Aufgestaute Verbrauchernachfrage, Kreditvergabe und die Auswirkungen massiver US-Fiskalanreize in Europa stellten Aufwärtsrisiken für die wirtschaftlichen Aussichten dar, so Kazaks. (aa)

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