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EZB-Chefökonom Lane dämpft Erwartungen auf baldige Straffung

Der Chefökonom der Europäischen Zentralbank, Philip Lane, hält September für zu früh, um über eine Abkehr von der aktuellen ultralockeren Geldpolitik in der Eurozone zu diskutieren.

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EZB-Chefökonom Philip Lane
© Bloomberg / Bloomberg News

In einem Interview mit Bloomberg TV wies Philip Lane die Vorstellung zurück, dass die europäischen Währungshüter angesichts der wirtschaftlichen Erholung und steigender Inflation schon bald überlegen würden, wie sie die geldpolitischen Anreize zurückfahren können. “Wir werden nicht unbedingt all die harten Daten haben, die man gerne hätte, wenn es auf den September-Rat zugeht”, sagte er.

Fuß bleibt wohl auf dem Konjunkturpedal
Die Kommentare von Lane, der die geldpolitischen Vorschläge für das Direktorium verfasst, deuten darauf hin, dass die wirtschaftlichen Aussichten der Eurozone für die Ratsmitglieder möglicherweise zu unsicher sind, um den Fuß vom Konjunkturpedal zu nehmen. Konsumenten und Unternehmen sind nach wie vor auf Unterstützung angewiesen, und die weitere Entwicklung der Pandemie im Herbst ist unsicher.

Das Thema PEPP-Drosselung wird gemieden
Die EZB hat versprochen, die Finanzierungsbedingungen so lange wie nötig günstig zu halten, und die meisten Ratsmitglieder vermeiden es, die Drosselung des Pandemie-Anleihekaufprogramms der EZB zu thematisieren. “Es ist unnötig und verfrüht, über diese Themen zu sprechen”, so auch Lane im Interview.

Zum Tempo bei den Ankäufen über den Sommer
Das Tempo der Käufe in den Sommermonaten – wenn die Liquidität dünner ist und kleinere Kaufvolumina eine größere Wirkung haben können – soll laut Lane kein fest definiertes Volumen haben. “Wir haben uns grundsätzlich entschieden, die gleiche Haltung beizubehalten”, sagte er. “Wir gehen in einen sehr interessanten Sommer und die Herausforderung, sehr günstige Finanzierungsbedingungen zu erhalten – das müssen wir im Auge behalten.”

EZB hat Bondankaufprogramm seit März zur Konjunkturankurbelung beschleunigt

Quelle: Bloomberg

Lane bekräftigte, dass er keinen Grund zu der Annahme sehe, dass sich die höheren Inflationsraten verfestigen würden, zumal die Arbeitslosigkeit in einigen Teilen der Eurozone immer noch hoch sei. (kb)

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