Das Fachmagazin für institutionelle Investoren

Geben Sie Ihren Benutzernamen und Ihr Passwort ein, um sich an der Website anzumelden:

News Übersicht

| Regulierung
twitterlinkedInXING

EZB: Außergewöhnliche Zeiten rechtfertigen außergewöhnliche Maßnahmen

Die EZB-Bankenaufsicht gestattet es den Geschäftsbanken, für eine gewisse Zeit - konkret bis 27. Juni 2021 - bei der Berechnung der Leverage Ratio, der Verschuldungsquote, bestimmte Positionen, etwa Guthaben der der Zentralbank, außer Ansatz zu lassen.

ezb.jpg
© Tobias Arhelger / stock.adobe.com

Der EZB-Rat stimme mit der Ansicht der hauseigenen Bankenaufsicht überein, dass außergewöhnliche Umstände eine temporäre Herausrechnung bestimmter Zentralbankeinlagen bei der Berechnung der Verschuldungsquote gestatten würden, hieß es in einer kürzlich publizierten Stellungnahme der Europäischen Zentralbank.

In seiner Stellungnahme sagt der EZB-Rat, die durch Corona herbeigeführte Situation betreffe alle Volkswirtschaften der Eurozone in nie dagewesener Art und Weise. Daher brauche es ein hohes Ausmaß an akkomodierender Geldpolitik, welche einen uneingeschränkten Transmissionsmechanismus auf Bankenseite benötige. Daher sei man im EZB-Rat der Meinung, dass dies außergewöhnlichen Umstände es gerechtfertigt erscheinen lassen, dass bestimmte Postionen wie Einlagen bei der Zentralbank bei der Berechnung der Verschuldungsquote der Banken im Euroraum nicht berücksichtigt werden müssen. 

Diese "Opinion" des EZB-Rates ist eine Voraussetzung dafür, dass die EZB-Bankenaufsicht den systemrelevanten Banken, die sie direkt beaufsichtigt - aktuell sind das 115 Häuser -, diese Ausnahmen von der Berechnung der Leverage Ratio erteilen kann. Die Zentralbank-Assets, die nicht mehr eingerechnet werden müssen, sind Münzen und Banknoten sowie Einlagen der Banken bei der Zentralbank. Die Leverage Ratio ist eine Kennzahl, die das Kernkapital ins Verhältnis zum gesamten Geschäftsvolumen stellt. Auch andere Notenbanken wie etwa die Federal Reserve lockerten die Verschuldungsregeln für Großbanken. (kb)

 

 

twitterlinkedInXING

News

 Schliessen

Mit der Nutzung dieser Website stimmen Sie der Verwendung von Cookies und unserer Datenschutzerklärung zu. Mehr erfahren