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EU-Parlament gönnt BlackRock keine Beratungsaufträge mehr

Das Europäische Parlament stimmt bald über Consulting-Aufträge an Finanzkonzerne ab. Abgeordnete beklagen Interessenskonflikte und fordern, diese künftig zu vermeiden – auch für den weltgrößten Asset-Manager dürfte das Konsequenzen haben.

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© olrat / stock.adobe.com

Finanzkonzerne könnten bald keine Beratungsaufträge mehr von der Europäischen Kommission erhalten. Anfang dieser Woche stimmt der Haushalts- sowie der Haushaltskontrollausschuss des Europäische Parlaments darüber ab, später das gesamte Parlament, berichtet die "Süddeutsche Zeitung" (SZ). Auslöser war ein Beratungsauftrag an den US-Vermögensverwalter Blackrock. Die EU-Kommission beauftragte den Konzern im vergangenen Jahr für eine Studie über grüne und soziale Bankenregulierung in der Europäischen Union (EU).

BlackRock setzte sich bei der Ausschreibung gegen acht Konkurrenten durch, auch, weil das Unternehmen die anderen mit einem Angebot in Höhe von 280.000 Euro unterbieten konnte, berichtet die SZ. EU-Ombudsfrau Emily O'Reilly kritisierte die Kommission dafür und stieß eine Prüfung der Vergaberegeln an. So liege in diesem Fall ein Interessenkonflikt vor, da BlackRock einerseits selbst in Aktien klimaschädlicher Unternehmen investiert ist, andererseits die EU-Kommission zu klimafreundlicher Finanzregulierung beraten soll.  

Begriff Interessenkonflikt genauer definieren
Einige EU-Parlamentsabgeordnete fordern nun, den Begriff des Interessenkonflikts künftig genauer zu definieren. In Ausschreibungsverfahren sollen demnach künftig Bieter von Beratungsaufträgen ausgeschlossen werden, sofern diese mit ihren wirtschaftlichen Interessen kollidieren. Grundsätzlich soll die Kommission den Forderungen nach in Zukunft keine Beratungsjobs mehr an Konzerne vergeben, wenn diese an Geschäften beteiligt sind, die den Klima- Umwelt- und Sozialzielen der EU widersprechen, schreibt die SZ. (fp)

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