Logo von Institutional Money
Geben Sie Ihren Benutzernamen und Ihr Passwort ein, um sich an der Website anzumelden:

News Übersicht

| Regulierung
twitterlinkedInXING

EU-Kommission senkt Meldeschwelle für Netto-Short-Positionen dauerhaft

Die Europäische Kommission wird dauerhaft die Meldeschwelle für Netto-Short-Positionen von 0,2 auf 0,1 Prozent senken. Bereits vor der Änderung bestehende Positionen, die zwischen 0,1 und 0,2 Prozent liegen, sind mit Anwendbarkeit der Senkung einzumelden.

318026199
ESMA wird Details in einer harmonisierten Stellungnahme veröffentlichen.
© Ricochet64

Am 27.12.2021 hat die Einspruchsfrist für die Delegierte Verordnung der Kommission vom 27.9.2021 zur Änderung der Verordnung (EU) Nr. 236/2012 des Europäischen Parlaments und des Europäischen Rates durch Anpassung der Schwelle für die Meldung signifikanter Netto- Leerverkaufspositionen in Aktien geendet.

Delegierter Rechtsakt schafft dauerhaft niedrigere Meldeschwelle
Mit diesem delegierten Rechtsakt wird der Schwellenwert für die Meldung signifikanter Netto-Leerverkaufspositionen in Aktien an die zuständigen Behörden von 0,2 auf 0,1 Prozent  dauerhaft geändert. Betroffen davon sind Aktien, die an einem geregelten Markt der Europäischen Union notieren, womit die grundsätzlich bestehende Meldepflicht für Halter von Netto-Short-Positionen auf 0,1 Prozent des ausgegebenen Nominales abgesenkt wird. Die Meldeschwelle gilt nicht für Aktien, deren Haupthandelsplatz in einem Drittstaat außerhalb der Union liegt, sowie für Market-Making- oder Stabilisierungsgeschäfte.

Transparenzmaßnahme 
Diese trifft jede natürliche oder juristische Person, gleichgültig ob diese innerhalb oder außerhalb der Union ansässig ist. Die Positionen sind an die für den Markt zuständige nationale Aufsichtsbehörde – für die Wiener Börse ist dies die FMA – zu melden. Bereits bestehende Positionen, die oberhalb des neuen Schwellenwerts von 0,1 Prozent liegen, sind mit Anwendbarkeit des delegierten Rechtsaktes einzumelden. Näheres zu der Frage wie die Netto-Short-Positionen zu melden sind, wenn der Schwellenwert auf 0,1 Prozent geändert wird, wird die ESMA in einer harmonisierten Stellungnahme veröffentlichen. Die Verordnung wird am zwanzigsten Tag nach ihrer Veröffentlichung im Amtsblatt der Europäischen Union anwendbar.

Schutz der Finanzmarktstabilität und der Investoren
Die Instabilität infolge des weltweiten Ausbruchs von COVID-19 führte dazu, dass die Regulierungsbehörden und die ESMA häufiger auf außerordentliche Maßnahmen für Leerverkäufe zurückgegriffen haben, und das Risiko einer Beteiligung von Kleinanlegern an Short Squeezes zugenommen hat. Dies hat verdeutlicht, wie wichtig es ist, permanent zusätzliche Informationen über signifikante Netto-Leerverkaufspositionen in Aktien zu sammeln, da solche Informationen für die Zwecke der Marktüberwachung von entscheidender Bedeutung sind. Darüber hinaus ist die Kommission der Auffassung, dass Unsicherheiten in Bezug auf gesetzliche Meldepflichten zu vermeiden sind und bei den diesbezüglichen Vorschriften und Verpflichtungen Stabilität gewährleistet sein sollte.

Höhere Rechtssicherheit
Die beste Möglichkeit, Stabilität und Planungssicherheit zu erreichen, bestünde darin, die Meldeschwelle dauerhaft auf 0,1 Prozent zu senken. Dieser Ansatz ist viel klarer als eine befristete Festlegung des Schwellenwerts, die stets mit Unsicherheit verbunden ist, wenn das potenzielle Ablaufdatum näher rückt. (kb)

 

twitterlinkedInXING

News

Institutional Money Kontakt
Logo von Institutional Money
Institutional Money
c/o FONDS professionell Multimedia GmbH, Landstrasser Hauptstraße 67, EG/Hof, 1030 Wien

Telefon: +43 1 815 54 84-0
Fax: +43 1 815 54 84-18
E-Mail: office@institutional-money.com

Redaktion Köln:
Hohenzollernring 52
50672 Köln
Telefon: +49 221 33 77 81-0
Telefax: +49 221 33 77 81-19
 Schliessen

Mit der Nutzung dieser Website stimmen Sie der Verwendung von Cookies und unserer Datenschutzerklärung zu. Mehr erfahren