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EU-Banken überstehen Stresstest: Dividenden immer wahrscheinlicher

Die größten europäischen Banken sind auch nach der Pandemie für eine länger andauernde wirtschaftliche Krise gewappnet. Das ergab ein Stresstest der europäischen Aufsicht, der auch für die von Banken geplante Wiederaufnahme von Ausschüttungen bedeutsam ist.

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© magele-picture / stock.adobe.com

Institutionelle Investoren dürfen auf baldige Dividendenausschüttungen bei ihren Bankaktien hoffen, denn die wichtigsten Geldhäuser haben den von der Aufsicht vorgenommen Stresstest "bestanden". Wie Bloomberg berichtet, hatten im Schnitt die 50 teilnehmenden Geldhäuser Ende 2020 eine Kernkapitalquote (CET1) von 15 Prozent. Das ist das höchste Niveau, seit die Europäische Bankenaufsichtsbehörde (EBA) solche Stresstests durchführt. Im Krisenszenario - mit einer deutlichen wirtschaftlichen Kontraktion über drei Jahre und anhaltend niedrigen Zinsen - würde diese Kennziffer bis 2023 auf 10,2 Prozent fallen.

“Die Banken haben ihre Kapitalbasis weiter aufgebaut”, sagte die EBA in einer Mitteilung am späten Freitag. “Das wurde erreicht, obwohl das BIP der EU 2020 einen beispiellosen Rückgang erlitt und trotz der ersten Effekte der Covid-19-Pandemie.”

Wichtige Weichenstellung
Die dem Stresstest unterworfenen Banken konnten in dieser Version des Stresstests zwar weder bestehen noch durchfallen. Doch die Ergebnisse sind relevant für ihre Diskussionen mit der Europäischen Zentralbank über die Wiederaufnahme von Ausschüttungen an Aktionäre. Die EZB hat pandemiebedingte allgemeine Beschränkungen zwar gelockert, kann aber kapitalschwachen Banken weiterhin Vorschriften machen.

Potenzial für  Dividendenausschüttungen ausgewählter Großbanken

Hohe Rücklagen in den Bilanzen
Banken wie BNP Paribas und Intesa Sanpaolo haben Milliarden zur Seite gelegt, um ihre Aktionäre für die dividendenlose Zeit zu entschädigen. Die börsennotierten Großbanken mit den fettesten Reserven haben zusammen mehr als 22 Milliarden Euro für Dividenden und Aktienrückkäufe reserviert. Deutsche Institute sucht man unter den Top 10 mit den größten Reserven allerdings vergeblich. (aa)

 

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