Das Fachmagazin für institutionelle Investoren

Geben Sie Ihren Benutzernamen und Ihr Passwort ein, um sich an der Website anzumelden:
| Regulierung
twitterlinkedInXING

ESMA warnt: Qualitätsverschlechterung erhöht Risiko von Firmenanleihen

Investoren, die verstärkt risikoreiche Vermögenswerte kaufen, haben nach Ansicht der EU-Aufsichtsbehörden zu einer "Verschlechterung" der Gesamtqualität von Unternehmensanleihen beigetragen.

esma_esma.jpg
© ESMA

Die Europäische Wertpapier- und Marktaufsichtsbehörde (ESMA) hat vor einer "übermäßigen Risikobereitschaft" gewarnt, nachdem mit "BBB" und niedriger bewertete Anleihen einen wachsenden Anteil der in Umlauf befindlichen Unternehmensanleihen der Region darstellen. Der europäische Aufseher sagte, ein plötzlicher Anstieg der Renditen könnte die Investoren unvorbereitet treffen, und schloss sich damit einer Warnung der Bank of America an, dass Unternehmensanleihen ihre Attraktivität verlören, wenn sich die Zinsen normalisierten, was einen Ausverkauf auslösen könnte.

Sind alle Investoren vorbereitet?
"Abrupt steigende Renditen könnten zu Verlusten bei den Anlagepositionen führen und Volatilitätsspitzen bei Aktiva-Preisen verursachen", geht aus einem von der ESMA in dieser Woche veröffentlichten Bericht hervor, aus dem Bloomberg News zitiert.

Zwei Gründe für die sich ändernde Zusammensetzung der Corporate Bond-Qualität
Da Finanzinstitute bestrebt waren, ihren Verschuldungsgrad zu reduzieren, indem sie sich über die Aktienmärkte finanzierten, gingen die Investment-Grade-Emissionen in der zweiten Jahreshälfte 2017 um 35 Prozent gegenüber dem Vorjahr zurück. Gleichzeitig stiegen die Emissionen von Junk-Bonds, um die Nachfrage von Investoren zu befriedigen, die versuchen, den negativen Renditen eines Großteils der Anleihen der Region zu entkommen. Die Emissionen stiegen um 30 Prozent auf 112 Milliarden Euro.

Warnung leicht zurückgenommen: Makro-Umfeld hilft
Insgesamt hat die ESMA ihre Einschätzung des Risikos am Unternehmensanleihemarkt in dem Bericht von "sehr hoch" auf "hoch" gesenkt und auf ein sich verbesserndes makroökonomisches Umfeld verwiesen. (kb)

twitterlinkedInXING

News

 Schliessen