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ESG-Investing: Robeco wird noch strenger

Der für seine Nachhaltigkeitsexpertise bekannte Vermögensverwalter schließt nun nicht mehr nur bei seinen ESG-Fonds, sondern bei allen Vehikeln Investments in Kraftwerkskohle, Ölsand und arktische Bohrungen aus.

Victor Verberk, CIO Fixed Income and Sustainability bei Robeco
Victor Verberk, CIO Fixed Income and Sustainability bei Robeco
© Robeco

Robeco hat mit der Entscheidung, Investments in Kraftwerkskohle, Ölsand und arktische Bohrungen von allen seinen Fonds auszuschließen, einen wichtigen nächsten Schritt in seinem nachhaltigen Investmentansatz unternommen. Der Ausschluss gilt für alle Investmentfonds von Robeco, mit Ausnahme kundenspezifischer Fonds und Mandate, jedoch einschließlich der Fonds im Bereich Sub- Advisory. Der Ausschluss von Unternehmen, die fossile Brennstoffe verwenden, wird bis Ende des 4. Quartals 2020 abgeschlossen sein.

"... geht nicht nur darum, Wohlstand zu schaffen..."
„Beim Investieren geht es nicht nur darum, Wohlstand zu schaffen, sondern auch um gesellschaftliche Verantwortung – und wir sind fest davon überzeugt, dass der Nachhaltigkeitsfokus uns zu einem noch besseren Asset Manager macht“, begründet Victor Verberk, CIO Fixed Income and Sustainability bei Robeco, den Entschluss. „Unser Schritt, fossile Brennstoffe aus unseren Fonds auszuschließen, ist ein weiterer Meilenstein in unserem Bestreben, den Kohlenstoff-Fußabdruck unserer Investments zu verringern und den Übergang zu einer kohlenstoffärmeren Wirtschaft zu unterstützen. Als weltweit führendes Unternehmen im Bereich nachhaltiger Investitionen sind wir dem Pariser Klimaabkommen verpflichtet, das darauf abzielt, den Anstieg der globalen Temperaturen auf deutlich unter 2 °C zu begrenzen. Dies wird eine erhebliche Verringerung der globalen Treibhausgasemissionen in den kommenden Jahrzehnten erfordern."

Argumente für den Ausschluss
Der Ausschluss von Investments in Kraftwerkskohle beruht laut Robeco auf der Tatsache, dass diese Energiequelle mit Abstand den höchsten Kohlenstoffausstoß im globalen Brennstoffmix verursacht. Ölsande zählen zu den kohlenstoffintensivsten Bereichen im Rahmen der Rohölförderung, und arktische Bohrungen bergen im Vergleich zur konventionellen Öl- und Gasexploration ein höheres Risiko von Umweltverschmutzungen. Außerdem ziehen sie potenziell irreversible Schädigungen des empfindlichen Ökosystems der Arktis nach sich.

Grenzwerte vermeiden Härtefälle
Unternehmen, die 25 Prozent oder mehr ihrer Erlöse aus Kraftwerkskohle oder Ölsand beziehungsweise zehn Prozent oder mehr aus arktischen Bohrungen generieren, werden aus den Robeco-Portfolios ausgeschlossen.

Dieser Schritt intensiviere laut eigenen Angaben konsequent den bereits bestehenden Ausschluss von Kraftwerkskohle, der bereits für die nachhaltigsten und auf aktive Einflussnahme ausgerichteten Strategien von Robeco galt.

Zudem werden nun auch Unternehmen ausgeschlossen, deren Geschäft Ölsand und arktische Bohrungen beinhaltet.

Aktives Engagement hat seine Grenzen
Robeco ist davon überzeugt, dass ein aktives Engagement bei investierten Unternehmen im langfristigen Interesse des Unternehmens, seiner Kunden und der Gesellschaft liegt. Bei diesen speziellen Unternehmen dürften entsprechende Maßnahmen jedoch nicht zu wesentlichen Veränderungen führen.

Daher wird Robeco seine Aktivitäten zugunsten gesteigerter Nachhaltigkeit auf Sektoren und Unternehmen konzentrieren, bei denen ein Engagement effektiver erscheint. Eine Reihe jüngster Erfolge des Robeco-Engagement-Teams untermauern diese Überzeugung. (aa)

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